Als "Exot" auf esoterischen Messen

Kurzer Bericht über unsere Messeaktivitäten der letzten 10 Jahre

 

von Martina Struckhoff (C) 2017

 

 

In den letzten Jahren gab es einige Messeauftritte bei uns. Zusammenfassend möchte ich besonders die letzten 10 Jahre betrachten, da ich auf diesen Messen unmittelbar dabei war.

 

Im Jahr 2007 ergab sich für mich die erste Möglichkeit, Phoenix-Netzwerk auf der Lebensfreudemesse in Hamburg-Schnelsen  zu vertreten, was ich natürlich gern tat. Die ziemlich hohen Kosten für diesen 4 qm großen Stand wurden von einer Sponsorin übernommen, die zusätzlich anfallenden Kosten übernahmen wir privat.

Unsere Phoenix-Mitarbeiter halfen zwar beim Aufbau des Standes, aber auf den Messetagen waren wir dann nur noch zu zweit vor Ort, um für unser Anliegen einzutreten.

Die Arbeit und Forschung von Phoenix-Netzwerk befasste sich zu der Zeit schwerpunktmäßig mit Risiken bei esoterischen Praktiken, und möglichen Hilfsangeboten bei spirituellen Krisen und esoterischen Notfällen, weshalb uns Aufklärung darüber sehr wichtig war. Um das zu vermitteln und auf unsere sehr üppig ausgestattete Homepage mit den vielen kostenlosen Info- und Selbsthilfetexten aufmerksam zu machen, entschieden wir uns für die Messe.

Als Esoteriker kannten wir uns aufgrund eigener Erfahrungen sehr gut aus mit den Gefahren, und warnten nun andere Esoteriker vor den Risiken, wenn sie ohne Beachtung der Werte, Ethik und spirituellen Regeln esoterische Praktiken ausübten. Unser Angebot der Hilfe zur Selbsthilfe,  spirituelle Ethik und Gebote nahe zu bringen, und die geregelte Ausbildung bei Heiltechniken anzuregen als Schutz vor ungeahnten Folgen, war uns ein wichtiges Anliegen, denn unsere Erfahrung hatte uns gezeigt, dass es genau hierauf ankam.

Der ganze Messetisch war prallvoll mit Infobroschüren und Selbsthilfetexten, die wir kostenlos mitgeben wollten! Auch unsere Vernetzungspartner fanden ihren Platz, indem wir ihre Flyer, Zeitschriften oder Infobroschüren präsentierten. Von den Messebesuchern wurden diese  Angebote  sehr  gern angenommen, und auch das Gesprächsangebot fand großes Interesse.

 

 

 

 

Herausforderungen und Gegensätze

 

Obwohl ich anfangs noch recht unsicher war, was öffentliche Auftritte anbelangte, zeigte sich doch im Laufe der Zeit, dass ich mit der Aufgabe wuchs und dort genau richtig war. Selbst Messeaussteller hatten übrigens  Interesse an unseren Texten und suchten teilweise sogar das Gespräch mit mir.

Dennoch war jeder Messeauftritt mit einer besonderen Herausforderung verbunden, nämlich mutig für das einzustehen, was wir vertraten, ohne zu wanken oder zurückzuweichen. Wir standen oft direkt neben extrem geschäftstüchtigen Ständen als Gegensatz, denn wir verkauften nichts, sondern wir boten auf ungebundene Art völlig kostenlos Informationen und Gespräche an.

Als Gegengewicht zu den eher kommerziellen esoterischen Angeboten wirkten wir ziemlich exotisch, was nicht unbedingt jeder Messeaussteller positiv bewertete. Wir hinterfragten zwar einige Angebote eher kritisch, jedoch ohne  sie zu verteufeln, denn wir schätzten durchaus das aus der Esoterik erworbene Wissen! Das wurde dann letztlich auch so erkannt, weshalb ich meine Arbeit immer friedlich und ohne große Spannungen machen konnte. Allerdings mussten wir bei fast jeder Messe vorab auf jeden cm unseres Platzes achten, denn entweder versuchte man uns zuzustellen oder wir bekamen nicht gleich auf Anhieb die gebuchte Standfläche.

Das Gesamtergebnis nach der Messe 2007 war sehr gut, erforderte zwar großen Einsatz von allen Beteiligten, doch am Ende konnten wir sagen, dass wir unseren Platz der Aufklärung und Bekanntmachung einer überwiegend ehrenamtlich arbeitenden Selbsthilfeplattform gefestigt hatten.

Wir erreichten in der Folgezeit ungeheure Besucherzahlen und Leseaufrufe auf unserer Homepage, was uns zeigte, dass wir genau richtig lagen in unseren Bemühungen, und dass tatsächlich ein großer Bedarf vorhanden war.

Doch leider kam fast nichts zu uns zurück, denn wir erhielten zwar viel Zuspruch und Dank, die erhofften Spenden und Angebote  blieben jedoch aus! Künftig wurden die nachfolgenden Messen nur noch aus eigener Tasche bestritten, denn es fanden sich auch keine Sponsoren mehr, die bereit waren, die doch sehr hohen Kosten zu übernehmen.

 

 

2008 ging es dann gleich weiter

 

Ein damaliger Mitarbeiter von Phoenix-Netzwerk war 2008 wieder auf der Lebensfreudemesse mit einem Infostand vertreten, dieses Mal im CCH in Hamburg-Stadtmitte. Hier hatten wir großes Glück, denn es war nicht alles belegt, so dass um unseren Stand herum sehr viel Platz geblieben war. Das war natürlich sehr angenehm.

Auch Frau Freckmann hatte im Frühjahr einen Messeauftritt in Göttingen und bot uns an, Phoenix mit zu präsentieren. Das Angebot nahmen wir natürlich sehr gern an.

 

Unser Infostand im CCH in Hamburg 2008

 

 

2008 ergab sich auch für mich die nächste Möglichkeit, denn ich entdeckte, dass in Heide, in Nähe meines Wohnortes, eine kleine Messe stattfand. Ich stand dort vor allem für Reikiaufklärung, da das zu der Zeit noch mein Arbeitschwerpunkt war, doch die Arbeit von Phoenix-Netzwerk wurde mittransportiert.

Ich erinnere mich noch, dass ich einmal von einer Messeteilnehmerin am Ende der Messe mit einem Bild beschenkt wurde, denn wenn man sich mehrere Tage gegenübersteht, interessiert man sich füreinander und sieht, welche Mühe sich alle geben. Auch durfte ich einige näher kennen lernen, wenn auch nur kurz.

An den nachfolgenden Messen nahmen wir erst einmal nicht mehr persönlich teil. Wir sorgten aber konstant für Flyerauslagen, diesmal auf vielen Esoterikmessen in ganz Deutschland, und das über einige Jahre hinweg, denn die beständig hohen Leserzahlen unserer Homepage gaben uns nach wie vor Recht!

 

 

Neustart 2013

 

Dann wagten wir erneut einen Messeauftritt. Glücklicherweise bekam ich einen Eckstand von 6 qm angeboten in der Nähe des Einganges, der besonders hell war. Ein sehr guter Platz. 

Als die Entscheidung gefallen und der Stand gebucht war, hatte Frau Schindler die Idee, eine Zeitschrift zu drucken, und so entstand die erste Phoenix-Sonderausgabe. Zwar konnte man auch vieles auf der Phoenix-Homepage finden, doch sollte die Zeitschrift in gedruckter Form ein zusammenhängendes Bild unserer Arbeit liefern.  Auf der Messe wurde ich unterstützt von Heidemarie Meidlein.

Auch auf dieser Messe standen wir wieder für unsere gewohnten Angebote und warben für einen ernsthaften Weg, den man nicht kaufen kann, sondern gehen und erleben muss. Ein ergänzender Schwerpunkt dieses Mal waren Infos zu Reikigradlöschungen sowie dem Benennen der Gründe und Folgewirkungen durch Fallbeispiele, warum fundierte Ausbildungen bei Reiki angebracht sind, da das zu der Zeit immer noch mein persönliches Arbeits- und Forschungsgebiet gewesen ist.

Wer vermutete, dass seine Einweihung verantwortlich war für eine physisch/nervliche oder psychische Störung, konnte dies vor Ort  prüfen, und sich ggf. noch eine Beratung zur Selbsthilfe geben lassen. Die Größe des Standes bot die Möglichkeit dafür, weshalb wir eine kleine Sitzgruppe aufbauen konnten. Auf dieser Messe suchte ich auch seriöse  Reikilehrer, die nach unseren Kriterien lehrten. So kam ich mit mehreren ins Gespräch und entschied mich dann für eine Reikilehrerin, die ich guten Gewissens weiterempfehlen konnte.

Wir boten auch dieses Mal unseren Vernetzungspartnern an, sie kostenfrei mitzunehmen und ihre Angebote auszulegen. So ergab es sich dann, dass wir eine große Menge Zeitschriften der "Connection" verschenken konnten, was natürlich sehr gern angenommen wurde von den Standbesuchern! Im Gegenzug erhielten wir in der nächsten Ausgabe eine schöne große Anzeige, was uns sehr freute! 

Ein ganz besonderes Erlebnis hatte ich gleich am ersten Tag: Eine Frau kam an den Messestand und befragte mich sehr interessiert zur Phoenix-Arbeit. Erst im Nachhinein nahm ich wahr, dass sie Reporterin einer Zeitung war, und ich während des Gesprächs von einem Kameramann, der etwas entfernt stand, gefilmt wurde. Was daraus wurde, weiß ich leider nicht!

  

Unser Eckstand auf der Lebensfreudemesse Herbst 2013 in Hamburg-Schnelsen

 

 

 

Messe 2016 im CCH in Hamburg

 

Eine weitere Herausforderung stellte die Messe in Hamburg im CCH im April 2016 dar, denn unser Infostand befand sich direkt neben einem großen Stand, der Reiki- und andere Einweihungen anbot.

Doch wir kannten uns und unsere unterschiedlichen Einstellungen bereits von der Messe 2013, wo wir schon einmal Nachbarn, und bereits ins Gespräch gekommen waren. Sie schienen nicht gerade glücklich über die erneute Nachbarschaft zu sein, jedoch lief es recht gut, besser als erwartet.

Mit Unterstützung von Heidemarie Meidlein repräsentierte ich Phoenix und beantwortete wie gewohnt Fragen zu Phoenix und zu unserer Arbeit. Mit unserer Zeitschrift, die 2015 erschienen war und den beiden neuen spirituellen Leitfäden mit spirituellen Regeln war ich wieder gut ausgerüstet.

 

 

Heidemarie Meidlein und Martina Struckhoff am Infostand 2016 im CCH in Hamburg

 

 

 

Die vorerst letzte Messe 2016

 

Stellvertretend für Phoenix-Netzwerk trat ich im November 2016 noch einmal auf der Lebensfreudemesse in Hamburg-Schnelsen an, dieses Mal mit ganz neuen Inhalten, da wir uns inzwischen sehr verändert hatten. Wobei natürlich der Grundanspruch von Aufklärung und kostenloser Weitergabe erläuternder Schriften erhalten geblieben ist.

Viele Menschen freuten sich wie üblich über unser kostenloses Infomaterial und besonders unser spiritueller Leitfaden fand wieder großes Interesse. Es gab viele freudige Momente und interessante Gespräche, sodass ich mich freute über unsere Entscheidung, trotz der hohen Kosten an der Messe teilgenommen zu haben.

Diese Messe war sowieso für mich etwas Besonderes, da es vermutlich der letzte Messeauftritt war. Somit lag ein Moment des Abschieds in der Luft, aber gleichzeitig auch ein Gefühl von Richtigkeit und Segen, was für mich deutlich zu spüren war.

Diesmal wurde ich auch wieder fotografiert am letzten Messetag, allerdings von einem Beauftragten der Messeleitung. Ich freute mich trotzdem, denn es rundete meinen Einsatz ab.

 

 

 

 

Fazit

 

Für uns war jeder Messeauftritt ein Erfolg, denn es ergaben sich immer neue Kontakte und sehr nette Gespräche mit Menschen, die entweder gezielt zu unserem Stand kamen, um mich oder Phoenix-Netzwerk einmal persönlich kennen zu lernen, oder die Austausch suchten und uns schon immer etwas fragen wollten. Wieder andere sprachen davon, geführt worden zu sein.

Und immer nahmen die Messebesucher  gern unsere kostenlosen Angebote an. Wir fragten sehr oft in all den Jahren bei der Messeleitung nach einem Rabatt, oder dass wir auf unserem Infostand zumindest Bücher zum Verkauf anbieten durften, um etwas Geld zu erwirtschaften, doch leider konnte oder wollte man uns nicht entgegenkommen.

So entschlossen wir uns, uns künftig nach anderen Möglichkeiten umzuschauen, denn wir konnten uns die teuren Messestände schlichtweg nicht mehr leisten.

Da es keine Sponsoren gab, und ebenso die Spenden ausblieben, blieb uns ja auch gar keine andere Wahl, weshalb wir den höheren Willen darin sahen, mit dieser Form der Präsentation der Arbeit von Phoenix vorerst aufzuhören!

 

 

Was ich mir wünsche

 

Gern würde ich eine Einladung zu einer Messe oder ähnlichen Möglichkeit annehmen, sofern es für uns kostenlos ist, um im Gegenzug wie gewohnt kostenlos unser Infomaterial oder unsere Zeitschriften und Broschüren auszuhändigen, und Gespräche anzubieten.

Bitte wenden Sie sich gern an mich, wenn es ein interessantes Angebot gibt.

 

Man erreicht Martina Struckhoff am besten per E-Mail: struckhoff@phoenix-netzwerk.de oder an jedem 3. Samstag im Monat zur Mitgliedersprechstunde  ín Wedel,

oder über das Formular:.

 

 

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