Leitfaden für Sicherheit bei der Arbeit mit REIKI

 von Martina Struckhoff (C)

 

 

Dieser Text wurde von Martina Struckhoff für das Phoenix-Netzwerk verfasst und in einer Broschüre gedruckt, die auf Messen und auch sonst an Interessierte kostenlos (oder auf Spendenbasis) weitergegeben wird. Text-Download als Heft ganz unten am Ende dieser Seite.

Wer dieses Heft (DIN A5) für seine Praxis zum Auslegen haben möchte, kann sich gern an uns wenden.

Wir geben es für die Erstattung der Druck- und Portokosten gern an interessierte Praxen und Zentren weiter.

 

 

 

Einleitung

 

Reiki gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Unabhängig von dem Verbot in der Schweiz, wo man die berufsmäßige Reikiheilanwendung ohne Heilpraktikerschein nicht mehr gestattet, gibt es in Deutschland einige Urteile, die das Handauflegen an sich durchaus erlauben! Nämlich dann, wenn Heiler auf geistig spiritueller Ebene handeln und nicht schulmedizinisch orientiert sind. Es müssen natürlich rechtliche Grenzen und Regeln eingehalten werden, denn Freibriefe werden nicht erteilt und das Geistige Heilen bleibt nach wie vor ein umstrittenes Tätigkeitsfeld.

Behandlungen wurden zwar verboten, aber Seminare und Ausbildungen sind weiterhin erlaubt? Das zeigt einen seltsamen Zwiespalt auf! Da aber wiederholt auf den Heilpraktikerschein als Grundlage dieser Arbeit verwiesen wird, legt man anscheinend auf geregelte Ausbildung großen Wert! Das ist ein Hinweis darauf, dass es zu viele Reiki-Kurzausbildungen gibt und hieraus Defizite entstanden sind, was ich übrigens aufgrund meiner eigenen Erfahrungen nur bestätigen kann.

 

Interessant ist auch, dass das Verhalten eines Heilers eine größere Rolle spielt als der Begriff „Geistheiler“. Es kommt weniger darauf an, wie man sich nennt, als darauf, was man tut (anbietet, verspricht), und welchen Eindruck man vermittelt. Nach wie vor darf man keine Gefahr für den Hilfesuchenden darstellen, und die bekannten Regeln sind zu befolgen, als da wären: keine Diagnosen zu stellen, Medikamente zu verordnen, gezielt Krankheitssymptome zu behandeln oder gar ärztliche Hilfe zu ersetzen.

 

Und so arbeitete man bei der Karlsruher Gerichtsentscheidung den Unterschied heraus, dass die Tätigkeit „Geistheilung“ religiösen Riten näher steht, als die beiden klassischen Heilberufe Heilpraktiker und Arzt. So ist Geistheilung bei einer Rechtsprechung als spirituelle, rituelle Handlung definiert, die grundsätzlich der Förderung der energetischen Selbstheilungskräfte dienen muss.

 

Nun könnte man glauben, man bräuchte sich nur spirituell religiös zu verhalten, sich weit genug von wissenschaftlich medizinischen Aspekten  entfernen und ein kurzes Gebet vor jeder geistigen Heilbehandlung zu sprechen.

 

Ganz so einfach ist es  dann doch nicht. Der Dachverband für geistiges Heilen (www.dgh.de) beschreibt es folgendermaßen:  „Schamanen aller Erdteile verbinden sich mit Krafttieren oder mit Ahnen. Christlich geprägte Heiler verbinden sich mit Gott und mit Jesus Christus. Andere arbeiten mit Naturwesen. Wieder andere mit Engeln, die nächsten mit Meistern und Heiligen. Andere mit Gaya, der Mutter Erde. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Hinzu kommt, dass viele Heilweisen, die einst einer bestimmten Schule entstammen, weiterentwickelt und schließlich von jedem heilend Tätigen ganz individuell - gewissermaßen als Kunstform des Heilens - ausgeübt werden.“ Zitatende

 

Die Frage wird also immer sein, welche inneren Motive vorherrschen, wie der Heiler geprägt ist und welcher Geist ihn leite. Doch die Hauptfrage lautet: Ist er gut ausgebildet worden? Kein Heiler wird sich vor seiner spirituellen Verantwortung drücken können, denn letztlich liefern die gesetzlichen Verbote doch nur Hinweise darauf, dass es Zeit wird, sich seinen Versäumnissen zu stellen.

 

Für Seminare und Kurz-Ausbildungen (Einweihungen in verschiedene Heiltechniken) gibt es allerdings bisher keine Einschränkungen. Jedoch haben Erfahrungen bewiesen, dass hier ebenfalls große Gefahren vorhanden sind. Das bestätigen sowohl eigene als auch Erfahrungen von Hilfesuchenden, die im Laufe der letzten Jahre verstärkt den Kontakt zu Phoenix-Netzwerk gesucht haben.

 

Christliche Organisationen wehren sich nach wie vor gegen die Behauptung, dass Reiki eine göttliche Energie sei.  Aber auch Bundesverbände sprechen nach wie vor Warnungen aus.

 

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, und der Erfahrungen von Reiki-Schülern, die bei mir um Löschung ihrer Einweihungen nachgesucht haben, komme ich ebenfalls zu dem Schluss, dass Reiki dann etwas sehr essenzielles fehlt und viele Gefahren mit der Reiki-Praxis verbunden sind, wenn man nicht gut genug ausgebildet und über die energetischen Hintergründe von Energiewirkungen, Ethik und der Einhaltung wichtiger spiritueller Gebote informiert ist.

 

Mit diesem Büchlein - als Ergänzung zum allgemeinen spirituellen Leitfaden von Manuela Schindler - möchte ich einen Leitfaden anbieten zu allen wichtigen Reikifragen.  

 

Martina Struckhoff, 19.4.16

 

 

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Allgemeine Regeln zu REIKI:

 

1. „Nicht jeder sollte eine Einweihung bekommen.“

Am Anfang steht immer das Einzelgespräch zur Ermittlung des Lebensplanes und dem aktuellen Stand der Dinge. Dort werden das persönliche Anliegen, die Motive, die geistige Reife und die konkreten Möglichkeiten des Teilnehmers geprüft, als auch über die Möglichkeiten (Chancen) und Risiken einer Einweihung aufgeklärt. Fällt das weg, stimmt etwas nicht!

 

2. „ Spürt man im Vorwege Unstimmigkeiten oder Zweifel in Bezug auf eine Einweihung, bedeutet das erst mal ein Nein!“

Siehe näheres im Spirituellen Leitfaden von Manuela Schindler, Basisregel 5: Man sollte grundsätzlich alles genau prüfen, denn gerade eine Einweihung lasst sich nicht so ohne weiteres rückgängig machen! Wenn körperliche und/oder psychische sowie energetische Zustände auftreten schon bei dem Vorgespräch, ist Wachsamkeit dringend angeraten. Wenn Einweihungen nicht dem Seelenplan entsprechen, spürt man oft vorher eine Unstimmigkeit.

Es treten Zweifel oder Widerstände auf. Beispielweise stellt man Aussagen des Reikilehrers in Frage, Ungereimtheiten tauchen auf, möglicherweise findet man den Reikilehrer nicht sympathisch, fühlt sich „mulmig“ oder ähnliches.

Dies muss dann aber nicht heißen, dass der Lehrer schlecht ist, sondern zeigt lediglich eine Abwehr der Seele auf. Werden diese Unstimmigkeiten vorher  nicht genügend geklärt, auf  sie nicht geachtet oder den  auftretenden Signalen (Hinweisen) nicht genügend vertraut, muss man das manchmal mit unangenehmen Folgen bezahlen.

Das spürt man dann am Köper, im Energiesystem und sogar in der Psyche. Schüler wie Lehrer sollten prüfen, ob genügend Aufklärung stattgefunden hat und Einwände berücksichtigt wurden. Widersprüche oder komische Gefühle sollte man ernst nehmen, damit man nicht irgendwann sagen muss: „Hätte ich doch nur auf mich und die innere Stimme gehört!“ (Siehe dazu den Text „Löschungen von Einweihungen“  von mir auf dieser Homepage.)

 

3. „Energien dürfen nicht missbraucht werden!“

Mit Reiki bedient man sich nicht automatisch der direkten göttlichen Energie, sondern der universellen Lebensenergie. Sie ist innerhalb der Schöpfung zur Belebung derselben angesiedelt und damit indirekt göttlich. Man entscheidet sich in der Regel für Reiki, wenn man in einem klar definierten Rahmen Energie- und Heilarbeit machen möchte.

Wird dieser definierte Rahmen nicht erkannt und stattdessen eine überwiegend eigene persönliche Vorgehensweise entwickelt, geschieht allzu schnell Missbrauch von kostbaren Energien, was IMMER Folgen hat.  

 

4. „Reiki ist nach der Überlieferung von Mikao Usui eine mündliche Tradition!“

Das heißt, eine wahre Reikienergieübertragung (Einweihung) sollte nur von einem lebenden, entsprechend korrekt eingeweihten Reikimeister/ Lehrer persönlich - durch direkte Berührung - vorgenommen werden. Damit fallen u.a. auch Ferneinweihungen automatisch in den Bereich der zweifelhaften Vorgehensweisen. Seit einigen Jahren gibt es viele Abweichungen, Veränderungen und Verfälschungen im Reikisystem, und entsprechend klagen immer mehr Menschen darüber, dass es ihnen mit Reiki schlechter ginge als vorher ohne Reiki.

 

5. „Durch die Einweihung ist man mit dem Lehrer verbunden!“

Die Reikimethode  verbindet Menschen, weshalb man die spirituelle Linie innerhalb des traditionellen Reikis auch so betont.  Reiki ist ein rein esoterischer Einweihungsweg, und durch die Einweihung wird man in ein Netz mit Lebensenergien eingebunden, welches durch den Einweihenden und seine Kontakte definiert wird. Man wird mit dem Lehrer energetisch verbunden bleiben, bis entweder alles gelernt und erfüllt wurde, oder eine ermächtigte Person eine Löschung vorgenommen hat. So lange hat der Lehrer jedoch auf energetischer und unbewusster Ebene einen Einfluss auf den Eingeweihten!

(Vertiefende Informationen finden Sie in meinem Text „Gott und Reiki“.)

 

6. „Keine Einweihungen ohne Ausbildung!“

Die Reinheit des Reiki-Lehrers sowie die spirituelle, seelische Entwicklung sind von Bedeutung, damit sowohl die wahre Reikikraft als auch die Exaktheit und Präzision der Symbole übermittelt wird.

Alle Heilmethoden, die man käuflich erwerben kann, sind eventuell für den einen oder anderen eine Hilfe,  können aber bestenfalls ein Anfang sein. Jedoch sollte man wissen, dass es eine bestimmte Stufe in der Esoterik darstellt und die wahre Spiritualität sehr viel komplexer und ernster ist. Energiearbeit hat zwar viel zu geben, doch der Zugang zu höheren Energien muss erarbeitet werden und wird nur auf Grund von Verdiensten verliehen, ist damit also keinesfalls käuflich zu erwerben.

Nur die  Gnade Gottes ermächtigt den Menschen zu mehr Vollmacht, geprägt durch des Menschen Bemühungen, seinen guten Motiven und sehr viel Fleiß. Schon seit Urzeiten haben große Mystiker auf dem spirituellen Weg gewisse Gefahren erkannt und die Gnade Gottes als entscheidendes Element für einen positiven Verlauf betont. Es ist gut, Gefahren zu kennen und damit zu rechnen, dass vor allem eigene Schatten angestrahlt, vom Licht sichtbar gemacht werden, um echtes Wachstum erst zu ermöglichen!

 

7. „Nicht nur die Qualitäten des Lehrers sind entscheidend, sondern auch die des Einzuweihenden selbst hat eine Wirkung!“

Die karmischen Voraussetzungen des Einzuweihenden spielen eine Rolle, nämlich das, wonach der Einzuweihende (auch unbewusst) strebt. Dadurch entsteht eine Art Prägung, die das Entsprechende anzieht und mit formt. So kann sich einige Jahre nach der Einweihung - manchmal auch schon kurz danach -, eine Belastung einstellen, an die man vorher nicht gedacht hat und die die angekündigte Reinigung weit überschreitet. Daher sind gründliche Vorgespräche ein MUSS!

 

8. „Niemals sich mehrere Einweihungen gleichzeitig oder kurz hintereinander geben lassen.“

Entwicklung braucht Zeit. Werden Prozesse von außen forciert oder zu früh in Gang gesetzt, kann es zu unerwünschten Störungen führen. Am besten man orientiert sich an den traditionellen Reiki-Graden. Noch ausführlichere Erläuterungen über die Gründe liefert Punkt 9:

 

9. „ Die empfohlenen  Zeiten und Abstände einhalten.“

Höhere Energien brauchen einen geläuterten Körper und eine gereinigte stabile Psyche, um in das Körpersystem einzufließen ohne Gefährdung von Leib, Leben und Seele. Sich unmittelbar hintereinander den 2. und 3. Grad geben zu lassen, bedeutet, dass man mit den jeweiligen Energien konfrontiert wird und sie aushalten können muss. Eigenwillige Fehleinschätzung des eigenen Vermögens und Unterschätzung der Einweihungen an sich sind extrem riskant, da man daraus entstehende Schäden oft nicht mehr oder nur sehr langsam wieder ausgleichen kann. Wenn die Nerven energetisch verbrannt oder angesengt werden, ist das kaum reparabel!

 

10. „Es gibt keinen energetischen Schutz durch Reiki allein! Durch eine Einweihung werden mediale und heilerische Fähigkeiten einerseits forciert, andererseits strukturiert.“

Eine gute Basis für die Arbeit mit Reiki und Schutz  vor negativen Emanationen wird vor allem durch die Einhaltung der spirituellen Reinheitsgebote und der gelebten Ethik geschaffen, die man im Alltag nachhaltig praktisch umsetzt, lebt und übt. So verändern sich langsam Einstellung, Taten, Haltung und Ausrichtung und es werden neue Ursachen geschaffen, die langsam die neuen und schützenden Wirkungen im Leben hervorbringen.

 

11. „Drei Grade reichen völlig aus, und eine gute traditionelle  Ausbildung ersetzt weitere Einweihungen!“

Die Traditionelle Ausbildung umfasst 3 Einweihungen. Höheres Bewusstsein kann nicht durch Menschen eingeweiht, sondern muss erarbeit werden. Je gründlicher und besser ausgebildet wurde, desto besser wird auch die Kompetenz  sein. 3 Grade ernsthaft verwirklicht reichen völlig aus. oder anders gesagt, eine langjährige Ausbildung ersetzt die vielen weiteren Grade und Verstärkungseinweihungen (Booster/Verstärker) und die damit verbundenen Kosten und Risiken. Mehr ist nicht gleich höher und besser!

 

12. „Zusätzliche Reiki-Grade und andere Heiltechniken können zu ungünstigen Vermischungen führen!“

Ist man in seiner Entwicklung soweit, werden automatisch Transformationsprozesse ausgelöst, die zur Umwandlung und Verfeinerung führen. Hier sollte und darf nichts forciert werden (z.B. durch Chakren- und Kundalinistimulation), damit materielle Kräfte sich in Ruhe in geistige wandeln können. Geschieht dies zu früh und ohne vorherige Läuterung des Gesamtsystems durch Beachtung der spirituellen Gebote, sind ernsthafte Störungen im Energiesystem und der Psyche möglich.

 

 

Allgemeine Regeln für  Heiler

 

1. „Reiki ist keine Heilmethode für alles und jeden.“

Helfen ja, aber nur im Einklang mit dem göttlichen Plan.

 

2. „Man gebe keine Heilversprechen!“

Tatsächlich kann jede Heilarbeit bestenfalls nur unterstützen. Aber wirkliche Heilung kann man nur durch Gott allein erfahren.

 

3. „Vor jeder Anwendung sollte man sich kurz einstimmen, ausrichten und auf Störungen achten. Gedankenkontrolle während der Anwendung ist einzuhalten!“

Besonders wichtig  ist es, seine Probleme vorab zu klären, sich energetisch zu reinigen und ein inneres Gleichgewicht herzustellen.  Erst dann kann man gute Energiearbeit leisten. Achtet man darauf nicht, können störende Gedanken eindringen und die damit verbundenen Energien (Energie folgt immer den Gedanken - siehe Punkt 5!) können die Arbeit erheblich stören.

 

4. „Niemals ungefragt behandeln oder Energien senden!“

Man sollte niemals einen anderen Menschen ohne dessen ausdrückliches Einverständnis behandeln! Gerade die Arbeit mit Heilenergien hat oft so weit reichende Folgen, dass der Empfänger entschieden damit einverstanden sein muss. Um die Verantwortung übernehmen zu können und im Sinne der inneren Weisung zu handeln, ist dieses beiderseitige Einverständnis dringend vonnöten.

 

5. „Ein wichtiger Lehrsatz: Energie folgt den Gedanken!“

Es geschehen sehr oft Verletzungen durch Worte, aber auch durch die Gedanken, die man anderen Menschen sendet. Die Kräfte verselbständigen sich ungewollt, wenn man sich innerlich nicht in Frieden befindet bei einer Heilbehandlung.  Die Übertragung geschieht direkt von Energiekörper zu Energiekörper und kann so letzten Endes sogar physische Auswirkungen haben. Ein guter Heiler muss also im Rahmen seiner Ausbildung lernen, die eigenen Gedanken gut zu kennen, sie ggf. zu blockieren und ungewollte Querschläger bei einer Behandlung ausschalten zu können. Dazu ist eine hohe Konzentration vonnöten, die man erst im Laufe einer längeren Übungszeit entwickelt.

 

6. „Energien wirken auf das Nervensystem ein!“

Bei Reiki wirken die Kräfte auf das Nervensystem ein. Innen befindet sich ein ätherisches Netz beweglicher Energien (der Ätherkörper) und außen als Entsprechung dazu das komplizierte Nervensystem,  auf welches Energiearbeit somit immer indirekt einwirkt. So ist hier auf eine entsprechende Dosierung zu achten. Siehe dazu auch nachfolgenden Punkt:

 

7. „Mit Nebenwirkungen muss man rechnen!“

Es  ist durchaus möglich, dass körperliche Beschwerden durch eine Reiki-Einweihung / Behandlung abklingen, sie nur noch geringfügig, oder ab und an noch mal auftauchen. Eine Reiki-Behandlung ist Energiemedizin und als Ergänzung zur klassischen Medizin durchaus vorstellbar. Allerdings nicht frei von Nebenwirkungen, denn innerhalb der Polaritäten muss man immer mit Nebenwirkungen rechnen, wie bei jedem anderen guten Heilmittel auch. 

Jede Tablette (auch Vitamine) haben Nebenwirkungen, wenn sie zum Beispiel überdosiert werden oder Allergien vorliegen. Jede Operation birgt ein gewisses Risiko, es kann keine optimale Heilung garantiert werden. Daher ist auch bei Energieheilung ein ausgewogenes Maß einzuhalten, und jede kleine Reaktion nach einer Behandlung sehr ernst zu nehmen und zu hinterfragen. Nicht jeder Klient kann zugeführte Energien gut vertragen, wenn er kranke Nerven oder einen geschädigten Ätherkörper hat (meistens beides gleichzeitig).

Nicht nur Glaube versetzt Berge, sondern auch damit verbundenes konkretes Tun. Gerade weil Energien Wirkungen erzielen, die nicht immer gleich sichtbar sind, werden diese oft unterschätzt. Manchmal werden Symptome - genau wie in der allopathischen Medizin - einfach nur verschoben! Wird ein kleines Steinchen in Bewegung versetzt, kann eine Kettenreaktion ausgelöst werden. Um Energien und geistige Kontakte, egal welcher Art unbeschadet zu verkraften, müssen die Körper der Behandler gut ausgerichtet, ständig gereinigt und stabil genug sein, das kann ich gar nicht oft genug wiederholen.

Das gilt aber auch zumindest im Ansatz auch für diejenigen, die eine Einweihung erhalten wollen. Denn selbst wenn die Einweihung oder Behandlung korrekt durchgeführt wurde, kann sich zunächst ein energetisches Ungleichgewicht einstellen, welches ausbalanciert werden muss.

 

8. „Man kann göttliche Energien nicht einfach anzapfen!“

Aber es ist erlaubt und wird empfohlen Gott um Hilfe zu bitten sowie sich nach IHM auszurichten.

Hierzu braucht es allerdings Glauben, Vertrauen und Einsichten, die leider allzu oft zunächst einmal blockiert sind, denn man möchte Freiheit und bekommt stattdessen Regeln, Gebote  und Ausbildung. Durch eine Entscheidung für ein höheres Ziel, mit der entsprechenden Ausrichtung zu Gott, ist ein erster wichtiger Schritt getan.

 

9. „Man muss wissen, dass man zu dem wird, womit man sich befasst und wohin man strebt“. (Aus dem Text von Manuela  Schindler „ Ethik für medial Begabte" auf der Seite Schriften oder im Buch KANAL-SEIN.)

Wer sich flott auslebt in der Welt und gleichzeitig Heilarbeit ausübt, muss sehr aufpassen, vor allem wenn er dies als alleiniges Ziel und Glück sieht, ohne Gott mit einzubeziehen. Er wird automatisch in dieser weltlichen Ebene verbleiben und sollte seine Arbeit dann auch nicht „spirituell“ nennen, sondern bestenfalls „magisch“.  Nur wer sich spirituell weiterentwickelt und Gott sucht, wird dem göttlichen Geist näher kommen, denn jegliches Bestreben - innerlich sowie äußerlich -, zieht das Entsprechende an.

 

10. „Man benutze seine Fähigkeiten nicht für selbstsüchtige Zwecke, dafür anderen Menschen zu dienen oder ihnen gar erhebliche Vorteile zu verschaffen.“ (Aus dem Text von Manuela  Schindler „ Ethik für medial Begabte“, Regel 1, auf der Seite Schriften oder im Buch KANAL-SEIN.)

Dazu gehören: Geld, Ansehen, vor allem materielle Werte zu erwerben. Wenn diese Haltung der Energiearbeit zugrunde liegt, hat man ein großes Problem. Das Risiko, sich dunkler oder gar schwarzer Magie zu bedienen, ist dann extrem hoch! Selbst wenn man glaubt, die besten Absichten zu haben, wird durch die  materiellen Interessen alles eingefärbt, was man tut, mit den entsprechenden langfristigen Folgen.

 

11. „ Richtig helfen will gelernt sein: Das Helfersyndrom“.

Das Helfersyndrom hat viele Gesichter und ist ein wichtiges Lernthema.  Die Sucht nach Anerkennung und die Freude darüber, eine Energie verwenden zu können, die dabei hilft, Situationen oder Umstände zu verändern, können ohne ausreichende Selbstbeobachtung und selbstkritische Reflektion in völlig falsche Gefilde führen.

Jeder Helfer kommt übrigens damit mehr als einmal in Berührung.  Menschen in helfenden Berufen müssen deshalb ganz besonders achtsam sein, denn der eigene Energiekörper kann sonst ausbrennen, und die Qualität der Arbeit und des Lebens nehmen dadurch stetig ab!

 

12. „Die Gesundung von Körper und Geist ist abhängig von eigener innerer Stärke!“

Heilung ist ein komplexes Thema und abhängig von verschiedenen Faktoren. Zum einen ist Gott der einzig wahre Heiler, zum anderen gibt es für jeden Heiler Regeln und Gesetze. Darüber wurde ja in dieser Schrift schon mehrfach informiert.

Dass aber der zu Behandelnde überhaupt Heilung annehmen können muss, und dass das abhängig von der eigenen inneren Stärke ist, ist nicht unbedingt bekannt!

Stärke meint in diesem Fall die innere Beschaffenheit der Energiekörper. Nur wenn genug positive Grundenergie vorhanden ist, ist Heilung durch Energien überhaupt möglich!

 

13. „Die höheren Kräfte sind das Vorrecht der Seele, doch um diese zu entwickeln sind viele Entwicklungsstufen notwendig!“

Hat man sich für Reiki entschieden und sich einweihen lassen, gibt es kein Zurück. Jetzt muss gelernt, erkannt und erfahren werden, was damit verbunden ist. Es gibt keinen Energiearbeiter, der nicht früher oder später Erfahrungen mit Fremdenergien, oder mit seinen eigenen und fremden Schatten machen musste. Im Vertrauen auf Gott und die Schöpfung stehend, sind alle Hilfen und Unterstützung jederzeit nah, trotzdem muss die menschliche Ausrüstung, die aus zwei Kräftegruppen besteht, von der Person auch selbst gemeistert werden.

 

14. „Reiki bedeutet Veränderung!“

Partnerschaften und Beziehungen zu Menschen können sich verändern, denn das ganze Leben kann durch Reiki eine Umwandlung erfahren. Um den Weg mit Reiki sicher zu gehen und den Veränderungen gut begegnen zu können, sollte man spirituelle Gesetze achten, die Tugenden üben und  ethische Werte pflegen, denn dann wird vieles sicherer vonstatten gehen können, und manch eine unangenehme Situation im Umgang mit Reiki kann erspart werden.

 

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in Ihm.

1. Johannes 4,16

 

 

 

Alle Hinweise in diesem Büchlein sind allgemein wiedergegeben und bedürfen der Vertiefung. Weiterführende Texte finden Sie auf dieser Homepage.

 

 

 

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