Leitfaden für Sicherheit auf dem spirituellen Weg

 Manuela Schindler (C)

 

 

Dieser Text wurde von Manuela Schindler für das Phoenix-Netzwerk verfasst und in einer Broschüre gedruckt, die auf Messen und auch sonst an Interessierte kostenlos (oder auf Spendenbasis) weitergegeben wird. Text-Download als Heft ganz unten am Ende dieser Seite.

Wer dieses Heft (DIN A5) für seine Praxis zum Auslegen haben möchte, kann sich gern an uns wenden.

Wir geben es für die Erstattung der Druck- und Portokosten gern an interessierte Praxen und Zentren weiter.

 

 

Einleitung

 

Seit alters her ist bekannt, dass man auf dem spirituellen Weg vorgegebene Regeln und Empfehlungen einhalten sollte, um sicher und möglichst unbeschadet an Körper und Geist den vielen Fallen, Verblendungen und Risiken auszuweichen.

 

Ein wichtiger Grundsatz dabei ist, dass eine gewisse Vorbereitung praktiziert werden muss, um zunächst das leidenschaftliche Element im Menschen zu zügeln und diejenigen Lebensumstände, die nicht zum spirituellen Weg passen, Schritt für Schritt auszuscheiden.

 

Reinigung, Läuterung, Loslösung waren die Grundlagen, um den uralten Satz „Mensch, erkenne dich selbst“ praktisch umzusetzen. Denn nirgendwo sonst erfährt man sich selbst so tief gehend, wie bei der Arbeit mit ihnen!

 

Selbsterkenntnis zu erlangen, die eigenen Grenzen und Haltungen / Reaktionen kennenzulernen, und zu wissen, wo man besonders verführbar und reizbar ist, ist der wichtigste Abschnitt der Vorbereitung. Auf diese Weise nämlich bildet sich eine innere Stimme heraus, die einen für die Folgeentscheidungen begleitet und warnt, und den inneren Beobachter (die eigene höhere Seele) aktiviert.

 

Doch leider ist dieses Wissen in der heutigen Zeit scheinbar verloren gegangen, denn viel zu viele Menschen gehen völlig unvorbereitet in Heilerausbildungen oder Channelingkurse, ohne zu wissen, worauf sie sich genau einlassen und welche Folgewirkungen es langfristig für sie haben könnte!

 

Das Versprechen, dass alles ganz leicht sei und völlig frei von Risiko, ist meiner Erfahrung nach eine Lüge und gilt nur dort, wo etwas völlig Wirkungsloses angeboten wird. Denn alles, was wirklich eine Wirkung hat, erzeugt auch eine Neben- und Gegenwirkung! Dieses Wissen über Energieverhalten ist uralt und nur wer das weiß, kann sich wirklich bewusst entscheiden für oder gegen etwas.

 

Sich auf Versprechen anderer Menschen allein zu verlassen halte ich für absolut riskant, denn gerade die Esoterik und die spirituellen Techniken zur Energiestimulanz (Kundalini) und Energiearbeit können extrem gefährlich werden und brauchen sorgfältige Ausbildung. Man würde sich ja auch nicht in ein Auto setzen und auf die Autobahn fahren, ohne vorher das Fahren gelernt zu haben. Jedenfalls dann nicht, wenn man ein verantwortungsvoller Mensch ist.

 

Dann gibt es noch Regeln, die man unbedingt kennen sollte, die über das rein funktionale Wissen hinausführen und die gesamte Lebensführung betreffen. Sie finden ihren Ausdruck sowohl in den Geboten der verschiedenen Religionen als auch in den alten esoterischen Traditionen.

 

Die Gebote und Regeln sind definitiv nicht dazu gedacht, unser Leben noch schwerer zu machen und auch noch den letzten Rest Lebensfreude zu vertreiben (wie manche aus Unwissenheit sagen). Sie dienen aber auch nicht dazu, aus uns einen besonderen Menschen zu machen, der sich über andere Menschen erheben und fortan über sie urteilen darf, sondern sie dienen vor allem dem Schutz der Seele, aber auch des Körpers und des Lebens an sich.

 

Wenn man als Esoteriker oder spiritueller Mensch diese Grundsätze nicht verinnerlicht, und sich entsprechend leichtfertig im gesamten Leben verhält, riskiert man Leib und Leben, und bekommt ganz sicher über kurz oder lang große Schwierigkeiten. Das haben die Mitarbeiter im Phoenix-Netzwerk sehr oft (zu oft) durch Hilfesuchende in großen Nöten bestätigt bekommen.

 

Dieser Text soll dabei helfen, einen schnellen Überblick zu erhalten darüber, worauf man unbedingt achten soll, was im Leben angepasst und welche Impulse man ernst nehmen muss. Denn dauerhafte Reinigung geschieht - entgegen der Meinung einiger spiritueller Lehrer - nicht von allein oder durch eine Energieübertragung und Einweihung. (Es sei denn, göttlicher Einfluss greift ein. Dann wird meistens auch gleich das ganze Leben, manchmal auch gegen den eigenen Willen, umgekrempelt. Dann bekommt das schicksalhafte Züge, die definitiv nicht mehr unserer Entscheidung unterstehen!)

 

Nur durch Beachtung der spirituellen Grundwerte ist gewährleistet, dass man den ohnehin mitunter sehr schwierigen Weg meistern kann und aufbrechen darf zu wirklich spirituellen Ufern, die über die Esoterik hinausführen.

 

 

Einfache Basisregeln

 

1. Wie in der Einleitung erwähnt, beginnt der spirituelle Weg mit der Selbsterkenntnis. Daher lautet die erste Grundregel:

„Mensch, erkenne dich selbst!“

Um das konkret und praktisch zu bewerkstelligen, muss das eigene Lebensumfeld aufgeräumt, Unerledigtes erledigt und alles für die neue Zielrichtung angepasst werden. Hierzu empfehle ich meine Texte „Reinheitsgebote“ und „Vorbereitung auf eine heilige Zeit“ auf der Seite Schriften.

 

2. „Tue niemandem das, was man dir nicht auch tun darf!

Diese Regel fasst in einem ganz einfachen Satz die gesamte Bandbreite einer erlösenden Verhaltenstherapie in sich zusammen! Wenn man bei jeder Aktion so vorgeht, als sei man selbst das Gegenüber, kann sich das Leben auf wunderbare Weise verändern.

Sämtliche Regeln von Friedfertigkeit, nicht töten, nicht Böses zufügen und andere werden in diesem einen Satz vereint. Hier geht es aber nicht nur darum, böse Folgewirkungen (durch Karma) für sich zu vermeiden als vielmehr darum, Gutes zu tun und das Gegenüber als „Seele Gottes“ zu respektieren! Ein einfacher Satz mit unglaublichen Auswirkungen, sofern man ihn immer anwendet und nicht bereit ist, von dieser Aussage nach Bedarf abzuweichen, selbst wenn das Gegenüber oder eine Situation sich äußerst schwierig zeigt.

 

3. „Vermeide Verausgabung!“

Ressourcen zu schützen ist eine der Lektionen, welche die Menschheit als Ganzes zu lernen hat und wobei sie noch nicht besonders erfolgreich ist. Ausbeutung von Energie, Kraft und Rohstoffen ist nicht nur äußerst zerstörend, sondern kann im Einzelleben sogar einen spirituellen Fortschritt verhindern. Wer erschöpft ist, fällt eher in energetisch negative Gefilde, aus denen er sich mühevoll wieder herausarbeiten muss, bevor er einen energetisch hochwertigeren Weg einschlagen kann zu höheren geistigen Ebenen. Emotionale Verausgabung gehört definitiv auch dazu, genauso wie permanente Erreichbarkeit und Verfügbarkeit. Grenzen zu ziehen, das eigene Leben als kostbares Gut zu betrachten und es zu bewahren für höhere Ambitionen ist ein Muss auf dem Weg. Ein gut gemeintes Helfersyndrom ist leider eine böse Falle, die Verausgabung bewirkt und damit zu einem energetischen Fall führt.

 

4. „Ein Pfad, dem du alleine folgst, kann dich zu Höherem führen als die Straße, auf der alle laufen!“

Dieser wunderschöne Satz fordert förmlich dazu auf, den Mainstream zu verlassen, auch den esoterischen! Es gibt in der Esoterik Moden, denen viel zu viele Menschen nachlaufen, um am Ende enttäuscht und ernüchtert zu sein, und vielleicht auch noch viel Geld verloren zu haben. (Siehe dazu auch meinen Blogtext "Esoterischer Zeitgeist".)

Den Mut zu haben, NICHT dem Mainstream zu folgen, sondern alles zu hinterfragen und unter Zugrundelegung von Regel 2 eigene Entscheidungen zu treffen, ist eine seelische Qualität. Wenn die innere Reaktion NEIN sagt, und die vor einem liegende Entscheidung ein vollmundiges JA einreden will, hat man trotzdem sich selbst zu folgen! Nur so kann das Höhere Selbst (Gott in uns) verhindern, dass wir Schaden nehmen.

 

5. „Vertrauen muss man sich verdienen!“

Es wird heute gern gesagt, dass man Blockaden überwinden muss, wenn man ein innerliches NEIN spürt. Dem stimme ich nicht zu! Solange man auch nur den geringsten Zweifel in sich spürt, ist es ein eindeutiges NEIN. Teilnahme an Seminaren, Ausbildungen, Sitzungen, Kursen und Zirkeln darf man nur mit einem totalen JA beginnen, denn nur so kann man sicher sein, dass man dort richtig ist, die Zeit stimmt und das Höhere Selbst einverstanden ist mit der Entscheidung.

Wenn gesagt wird, man solle nur ins Vertrauen gehen, stimme ich insofern zu, dass das Vertrauen in die Höhere Führung ungebrochen sein sollte. Aber nur, wenn man auch hört auf die innere Weisung! Vertrauen zu haben und trotz der inneren Zweifel etwas zu tun, was man nicht tun sollte, führt NICHT zur Verhinderung von Schaden. Also: immer genau alles prüfen, bevor man Angebote annimmt. Es geht definitiv nicht darum, Misstrauen zu säen! Es geht vielmehr darum, dass nicht alles für einen gut ist, was für andere absolut nützlich sein kann. Es geht also auch hier nur um eine rein individuelle Beurteilung, und nicht um generelle Verurteilung.

 

6. „Nichts ist umsonst!“

Energien müssen immer ausgeglichen werden, wenn man sie benutzt oder Angebote annimmt. Die Schnäppchenmentalität der heutigen Gesellschaft ist eine Täuschung, denn man muss den Wert des Erhaltenen auf jeden Fall ausgleichen, und wenn das nicht über Geld geschieht, dann über Lebensenergie oder der Minderung von Gelegenheiten (die dann nicht mehr kommen)!

Das wissen nur sehr wenige Menschen, leider! Wer also dauerhaft Schnäppchen macht und möglichst alles umsonst haben will, wird irgendwann die Rechnung und Aufforderung zum Ausgleich erhalten! Daher ist der Grundsatz, dass Geben seliger denn Nehmen ist, nicht nur aus ethischer Sicht sehr wohlklingend, sondern auch grundlegend wichtig, um ein stabiles und produktives Leben haben zu dürfen oder zu erhalten.

 

7. „Anonym gibt es nicht!“

Aus spiritueller Sicht wird alles aufgezeichnet, was wir tun, denken, schreiben und sprechen, und ebenso die Folgen daraus. Das Internet mit seiner Anonymität ist eine Täuschung, denn die überwachenden geistigen Kräfte können jedes Wort dem entsprechenden Geist, der es von sich gegeben hat, zuordnen. Passend zu der 2. Grundregel ist hier der Grundsatz formuliert, dass man ehrlich sein und so leben sollte, dass es mit den spirituellen Grundwerten übereinstimmt, auch wenn es manchmal schwierig ist.

 

8. „Wähle klug, mit wem du Bindungen eingehst!“

Zu glauben, dass man Menschen „mal eben“ verlassen kann, ist ein Trugschluss. Man kann sie physisch verlassen, aber astral oder energetisch können sie einen noch viele Jahre lang „verfolgen“. Ebenso verhält es sich mit Einweihungen, die immer an den Einweihenden binden und mitunter nur sehr schwer wieder zu lösen sind.

 

 

Esoterische und spirituelle Regeln

 

1. „Grenzen müssen respektiert werden!“

Wer als medialer Mensch nach Belieben andere Menschen ohne deren Erlaubnis ausliest, erschafft sich ein großes Problem! Dieses gilt auch in Sitzungen, wenn man jemanden berät und dabei Abwesende ausliest und über die Ergebnisse spricht, obwohl die Abwesenden keine Erlaubnis gegeben haben. Hier empfehle ich den Text „Mediale Ethik“ auf der Seite Schriften, denn dieses Thema ist sehr vielschichtig und das Wissen um die energetischen Folgen für mediale Menschen ein MUSS!

Das Gleiche gilt bei unaufgeforderten Energiezusendungen. Nicht jeder möchte das, daher muss man hier immer die Erlaubnis einholen. Erdheiler müssen ebenso mit Erlaubnis arbeiten, ansonsten könnte es Ärger geben mit Elementarwesen, was sehr krank machen kann!

 

2. „Gedanken hat man, aber man ist sie nicht!“

Die Gedankenwelt eines Menschen erinnert vor einer Gedankenschulung eher an einen unordentlichen Supermarkt. Tatsächlich ist es so, dass mediale und spirituelle Menschen die Gedanken der Mitwelt hören können, von Familienmitgliedern, Geistern, und auch völlig fremden Einflüssen. Was man im Kopf hat, wird aber nicht nur aus einem Selbst heraus produziert, weshalb man wählen darf, welchen Gedanken man umsetzen will und welchen nicht. Natürlich sagt die Art der Gedanken, die man anzieht, etwas über die innere Empfänglichkeit aus, aber man sollte sich grundsätzlich nicht mit ihnen identifizieren. Eine gute Methode zur Linderung ist, die eigene Einstellung mental dagegenzuhalten und notfalls innere Diskussionen zu führen. Das ist auf jeden Fall besser, als negative Gedanken durchlaufen und sie mit eigenen spirituellen Energien aufladen zu lassen, was immer problematisch ist.

 

3. „Versprechen müssen eingelöst werden!“

Dieser Grundsatz klingt plausibel und trägt doch eine Tiefe in sich, die man nicht unterschätzen darf. Aus spiritueller Sicht muss man die Versprechen einhalten. Man ist gebunden an sie, bis sie sich erfüllen. Das kann bedeuten, dass man an die Person gebunden bleibt, der man das Versprechen gegeben hat!

Das Ganze endet NICHT mit dem Tod, sondern geht weit darüber hinaus mit ungeahnten und extrem bindenden Folgen! Wenn man den Weg der seelisch-geistigen Befreiung geht muss man mitunter erleben, wie mühsam das Auflösen uralter Bindungen ist und wie sehr sie einen von einer angestrebten Erlösung abhalten. Nur die Gnade Gottes kann da Ausnahmen erschaffen!

 

4. „Man sage niemals JA, wenn man NEIN meint!“

Authentisch und unverstellt zu sein ist ein hohes und sehr schönes Attribut, welches sehr reife spirituelle Menschen zum Ausdruck bringen. In einem Zeitgeist eingebettet, in dem man sich vor allem danach richtet, was ein Lob der Mitwelt bringen könnte, ist das deutlich schwieriger zu erlangen. Doch gilt es, lieber zu schweigen und sich zurückzuziehen, als sich selbst im Ausdruck zu verzerren. Am Ende sollen Denken, Fühlen, Sprechen und Handeln eins sein, damit so ein Kanal für göttliche Energien entsteht, der nicht verzerrt werden kann. Jede Verzerrung könnte Heilarbeit und Manifestation erheblich stören und sogar das Gegenteil hervorbringen!

 

5. „Höheres Bewusstsein kann man nicht kaufen und sich auch nicht übertragen lassen!“

Höheres Bewusstsein erlangt man durch Reifung, Läuterung, täglichen Lebensbeweis, Treue zum Weg und göttliche Gnade. Es entstammt der höheren geistigen oder spirituellen Welt und ist daher KEINE Ware, über die wir frei verfügen und die man auf der irdischen Welt kaufen oder verkaufen kann. Man kann allerdings elementare Begabungen verkaufen und kaufen, doch verkauft man damit meiner Meinung nach auch seine Seele an niedere Kräfte und Wesenheiten (Elementarwesen). Diese wieder loszuwerden ist fast unmöglich, wenn göttliche Hilfe ausbleibt. Da hilft dann auch kein Clearing.

 

6. „Jede Handlung hat Folgen!“

Diesen Grundsatz muss man sich sehr zu Herzen nehmen. Nichts hat KEINE Folgen. Daher nimmt die höhere geistige Welt auch Lippenbekenntnisse von Menschen nicht so ernst, sondern entscheidet nach einem lang dauernden und mehrfach geprüften Lebenswandel, ob man in eine neue Reife aufsteigen darf. Was man ist, bringt man zum Ausdruck. Und nur danach wird aus Höherer Sicht entschieden, ob jemand reif ist für eine Bewusstseinserhöhung oder ob es noch dauert. Da mit einem höheren Bewusstsein immer auch eine entsprechend höhere Verantwortung einhergeht, ist das nur logisch.

 

7. „Es gibt die Gegenkraft!“

Man gerät schnell in die Hoffnung, dass alles doch nur gut ist und man fortan beschützt wird, wenn man sich der Esoterik oder einem spirituellen Weg zuwendet. Leider mussten viele Menschen erfahren, dass es nicht so ist! Nur an Engel zu glauben, ist ohne den Glauben an Teufel nicht klug, und vor allem nicht ganzheitlich gedacht. Sie sind unterwegs, um zu verblenden, Zwietracht zu säen, Seelen zu fangen und Schaden anzurichten. Ebenso wie die Engel unterwegs sind, die guten Seelen zu begleiten und bei dem, was das Vermögen ihres Schützlings übersteigt, helfend einzugreifen. Wer kennt das nicht: „Zwei Seelen in meiner Brust…“?

Wenn man sich auf unserem Planeten einmal umschaut und sieht, was allein auf der materiellen Ebene an unerträglichen Situationen zu finden ist, wie viel mehr ist es dann auf astralen Ebenen so? Man sagt doch, „wie innen, so außen“? Der Planet Erde spiegelt also lediglich innere Strukturen wider, und von daher müssen wir einfach als erwachsene spirituelle Menschen den Mut haben, das entsprechend für uns zu übersetzen. Nur so ist man entsprechend achtsam und vermeidet Fehler, die einem über die astrale Ebene eingeredet werden können. Die Flucht in die spirituelle Welt, wo fortan nur noch alles gut und lieb ist, ist eine Illusion. Wir sind hier, um das Gute zu leben und dagegenzuhalten, denn wo das Gute nicht handelt, wird das Böse stärker. Wenn man dereinst ein so hohes Bewusstsein erlangt hat, dass die Polarität aufgehoben wird, mag es anders sein. Aber hier und jetzt, für uns, läuft noch das Spiel der Dualität, der Kampf der Kräfte.

(Siehe dazu bitte auch den Text "Gegenkraft" auf der Seite Schriften.

 

8. Bedingungslose Übernahme der Verantwortung

Wenn etwas in unserem Leben stattfindet, hat es mit uns zu tun. Ebenso wenn Menschen eintreten dürfen oder einfach eindringen, wenn man uns gibt, nimmt oder etwas antut. Natürlich ist es für normale Menschen nicht nachvollziehbar, wenn man so etwas sagt bei Gewalttaten oder schweren Krankheiten. Doch wer von Karma weiß, kann eher akzeptieren, dass man etwas damit zu tun hat.

Schuld zuzuweisen hat gerade auf dem spirituellen Weg nicht so gute Folgen, da man seine eigene Verantwortung nicht erkennen und annehmen kann oder will. Das ist ein Indikator dafür, dass man noch eine Menge zu lernen hat und mehr Stärke erwerben muss. Es geht hier allerdings auch nicht darum, sämtliche Schuld auf sich allein zu laden, denn das wäre nur die Kehrseite derselben Medaille.

Alles, was passiert, hat mit einem zu tun und soll entweder gelöst werden oder zur größeren Reife führen. Wen es ganz hart trifft, und wer sich redlich um Lösungen müht, darf getrost zu sich sagen: „dann will Gott das so, dann ist es am Ende gut für mich.“ Wer das schafft, findet auch die Lösung für die schwierigsten Konflikte sehr viel schneller, da er seine Kraft nicht vergeudet in fruchtloser Schuldzuweisung und der Energie raubenden Opferhaltung.

 

9. „Nehmen Probleme zu, passt das äußere Leben nicht zum gewählten Weg!“

Auf dem spirituellen Weg gibt es Läuterungsphasen, die es in sich haben können. Aber wenn die Probleme zunehmen, wenn Konflikte sich häufen und man dann auch noch physische oder energetische Symptome und Nervenerkrankungen bekommt, wird Änderung nötig. Das äußere Leben passt dann definitiv nicht mehr zu dem, wonach man strebt. Vielleicht ist man spirituell zu ehrgeizig? Dann rebelliert der Körper oder die Mitwelt.

Hat man schlimme Symptome, die medizinisch nicht erklärbar sind? Dann hat man falsche Menschen oder Wesen um sich versammelt, die einem nicht gut tun. Oder man praktiziert Techniken, die man sein lassen sollte weil man entweder über sie hinausgewachsen ist oder sie schlichtweg falsch sind für einen.Je feiner das Körpergefüge des Menschen durch den spirituellen Weg wird, desto schneller spürt er sehr schmerzhaft Disharmonien und erfährt es auch umgehend im Leben durch Ereignisse oder Krankheiten. Abzuwarten verschlimmert in der Regel die Symptome und Wirkungen; nur wenn man alles getan hat was nötig war, und es ändert sich nichts, kann man eine Transformation vermuten, die unabhängig von erforderlichen Veränderungen stattfindet. Dieses muss aber immer wieder gründlich geprüft werden.

Es ist nicht immer leicht, den Ursachen auf den Grund zu kommen. Aber es zeigt sich bei genauerer Prüfung meistens, dass man entweder etwas zurücklassen, Abstand einlegen oder total verändern muss. Fakt ist, dass das äußere Leben beständig angepasst werden sollte an die spirituellen Werte, die in einem heranreifen. Dieser Prozess geht ein Leben lang.

 

 

Damit endet diese kleine Schrift. Die hier genannten Regeln sind natürlich nur sehr oberflächlich wiedergegeben und bedürfen der individuellen Ausarbeitung und Anpassung.

Wer sich gern vertiefend informieren will, kann die in dieser Schrift empfohlenen Texte (und noch viele mehr zum Thema) kostenlos auf der Seite Schriften lesen.

Haben Sie schon Symptome oder Schwierigkeiten, können Sie die in der Rubrik „Spirituelle Krisen“ hinterlegten Frage- und Antwortenseiten sowie SOS-Symptomhilfen und mehr aufrufen.

 

Wer möchte, kann sich diese Schrift als Heft auch gern kostenlos herunterladen:

 

Download
Spiritueller Leitfaden für Sicherheit auf dem spirituellen Weg
von Manuela Schindler
Broschüre 1 - spiritueller Leitfaden.pdf
Adobe Acrobat Dokument 203.0 KB