Gebote aus verschiedenen spirituellen Traditionen

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, auf den verbindenden roten Faden hinzuweisen, der sich durch alle Religionen sowie spirituellen und ernsthaften esoterischen Traditionen zieht, und der beweist, dass letztlich die Form nicht maßgeblich ist, sondern der Inhalt. Wird dieser konsequent von allen Gläubigen und Gottesfreunden dieser Welt gelebt, haben wir wahrhaftig beinahe schon das Paradies auf Erden umgesetzt. So lange der Mensch sich jedoch die (vermeintliche!) Freiheit nimmt, gegen diese wunderschönen und edlen Gebote zu leben, so lange werden wir Krieg und Zerstörung manifestieren, und die Früchte unseres Handelns oder Nichthandelns ernten müssen.

Die hier präsentierten Auflistungen samt der Kommentare entstammen dem "Buch KANAL-SEIN für GOTT in uns" von Manuela Schindler.

 

 

 

 

 

Die 10 Gebote (Bibel, Religion)

 

1. Es gibt nur einen Gott (Ursprung), von dem man sich kein Bild/ Gleichnis machen soll. Man soll keine anderen Götter haben neben IHM.

 

2. Nicht im und mit dem Namen Gottes Missbrauch betreiben. (Auch kein Missbrauch mit göttlichen Kräften).

 

3. Den Feiertag heiligen.

 

4. Die Eltern achten.

 

5. Nicht töten (das Leben achten).

  

6. Nicht ehebrechen (nicht fremdgehen, nicht den Partner betrügen und belügen, sämtliche Eheversprechen einhalten und nicht brechen. Auch andere Ehen nicht zerstören!).

 

7. Nicht stehlen (nicht lügen und nicht  betrügen).

 

8. Nicht übel nachreden (nicht lästern und/oder kritisieren, vor allem nicht bei gleichzeitiger Abwesenheit desjenigen, um den es geht).

 

9. und 10. Nicht begehren oder neiden, was anderen gehört (Eigentum, Partner, Erfolg, etc.)

 

 


 

Die 4 edlen Wahrheiten Buddhas (Religion):

 

1. Die Erkenntnis von Leiden

(durch Festhalten an der Form, an Gefühlen, an der Wahrnehmung, an den Grundbedingungen des Lebens, am Bewusstsein, durch die vielen Wandlungen des materiellen Lebens, Karma).

 

2. Die Erkenntnis von der Entstehung des Leidens                                                               

(Bewusstwerdung der Anhaftung und Abhängigkeit, der Wünsche und Begierden, das Prinzip von Ursache - Wirkung).

 

3. Erkenntnis des Aufhebens von Leiden                                                                       

(durch Los- und Freilassen, Bewusstwerdung der eigenen Muster und Entscheidung zur Umprogrammierung. Erfahrung durch positive Erfolge).

 

4. Erkenntnis des zur Aufhebung des Leidens führenden Pfades.                                           

(Arbeit mit den Reinheitsgeboten, Verzicht auf Anhaftungen und Abhängigkeiten, vertrauensvolle Hingabe an das Sein, Stärkung der Tugenden durch konsequentes Leben derselben).

 

Der 8-fache Pfad zur Erlösung nach Buddha:

 

1. rechte Einsicht                                                                                                                      

(das Wissen von den 4 edlen Wahrheiten, siehe oben).

 

2. rechter Entschluss                                                                                                                

(der Entschluss zur Entsagung, zur Enthaltung von Bosheit, der Entschluss des Nichtschädigens).

 

3. rechte Rede                                                                                                                          

(sich enthalten der Lüge, der Verleumdung, der Grobheit, des Plapperns).

 

4. rechte Tat                                                                                                                            

(nicht töten, nicht stehlen, sich unsittlichen Liebeslebens enthalten).

 

5. rechter Wandel                                                                                                                     

(das Loslassen und nicht mehr Ausleben von als falsch erkannten Leidenschaften, und statt dessen, das als richtig Erkannte nachhaltig zu leben).

 

6. rechtes Streben:                                                                                                    

(Willensanspannung, um noch nicht entstandene böse und unheilvolle Dinge nicht erst entstehen zu lassen; sich darum bemühen, sich anstrengen, das Gemüt üben und ertüchtigen.

Willensanspannung, um noch nicht entstandene heilsame Dinge zum Entstehen zu bringen. (Sich aktiv dafür einsetzen, sich bemühen, sich anstrengen, das Gemüt üben und ertüchtigen.)

 

7. rechte Wachheit                                                                                                     

(Achtsamkeit, inwieweit man sich erfolgreich den oben genannten Tugenden unterstellt hat und sie lebt.

Sich prüfen, inwieweit alte Gewohnheiten sich langsam wieder eingeschlichen haben.

Prüfen in jedem Augenblick, welche Einflüsse versuchen, einen vom gewählten Weg abzubringen, um sich anschl. bewusst zu lösen, und mehr.)

 

8. Rechte Versenkung

(Im Alltag beharrlich den negativen Gedanken und Handlungen fernbleiben durch bewusste Wahrnehmung und Abweisung derselben, Worte und Gedanken des Friedens in sich tragen und ausstrahlen. Gleichmütige Haltung Gefühlen und Ereignissen gegenüber. Wahrnehmung der inneren Glückseligkeit, Loslassen der Ich-Bezogenheit, Ausdehnung in grenzenlose innere Freiheit.)

 

 


 

Goldene Lehren der Theosophie (Esoterische Spiritualität / Ethik)

 

Erkenne den Zweck deines Daseins und suche ihn zu erfüllen.

 

Lebe dem Besten, was in dir ist, gemäß.

 

Sei tätig. Vermeide nutzlose Untätigkeit.

Lass deine Zeit nicht nutzlos verstreichen, denn sie ist unwiederbringlich.

 

Tue nichts, worüber du dich zu schämen brauchst, weder allein, noch mit anderen.

 

Lies Gutes, sprich Gutes, tue Gutes. Pflege heitere und wohlwollende Gedanken.

 

Bemeistere deinen Organismus. Gib ihn nicht zum Spielplatz für allerlei Naturkräfte her, sondern lass ihn zu einem Tempel werden, in dem der Geist Gottes wohnen und wirken kann.

 

Vor allem überwinde die Unmäßigkeit, die Trägheit und den Zorn.

 

Habe Ausdauer wie einer, der für alle Zeiten ausdauern wird.

Deine Schatten (Persönlichkeiten) entstehen und vergehen. Dasjenige in dir, welches ewig lebt, welches in dir erkennt, - denn es ist die Erkenntnis - gehört nicht dem flüchtigen Leben an.

 

Sei stets zufrieden mit dem, was sich dir von selbst darbietet.

 

Begehre nichts.

 

Eifere nicht gegen dein Geschick; denn du erntest nur, was du gesät hast.

Die göttlichen Gesetze sind unabänderlich.

 

Fürchte dich nicht. Die meisten Menschen durchschreiten das Leben als Sklaven der Furcht. Erkläre dich frei von dieser Knechtschaft. Fürchte weder Armut, noch Krankheit, noch Tod.

Nichts kann dir schaden,  wenn du dich nicht selbst schädigst durch Selbstsucht, Unversöhnlichkeit oder Argwohn.

 

 


 

Basisregeln nach Alice A. Bailey (Esoterik / Okkultismus)

 

 

"Anwärter für diese schwierige Aufgabe müssen sich selbst mit unendlicher Sorgfalt beobachten und innere Gelassenheit, Frieden und eine mentale Geschmeidigkeit bewahren, die dazu führt, sie für die Beschützung und Führung der Menschheit brauchbar zu machen.”

 

 

1. Ein Streben nach absoluter Lauterkeit der  Motive ist unbedingt notwendig.

 

Die Aktivität des persönlichen Lebens - ganz gleich, wie gut und wertvoll sie auch sein mag - muss schließlich übertroffen werden durch das höhere Leben der Liebe, das nach dem Wohl der Gruppe und nicht nach dem des Einzelnen strebt.

 

2. Als nächstes folgt die Entwicklung der Fähigkeit, in das “Schweigen der kausalen Ebene” einzutreten.

 

Die Stilllegung/Beruhigung des Denkens ist ein erforderliches Mittel, um dieses zu erreichen. Das Schweigen, das aus der inneren Ruhe kommt, muss besonders gepflegt werden. Ruhe und Ausgeglichenheit sind immer wieder herzustellen, bevor man das spirituelle Gleichgewicht erreichen kann.

 

3. Man bedenke immer, dass Mangel an Ruhe im täglichen Leben die Lehrer auf den inneren kausalen Ebenen daran hindert, einen zu erreichen.

 

Die Kunst hierbei ist es, dass man bei allen Aktivitäten des Lebens, die uneingeschränkte Aufmerksamkeit erfordern (Arbeiten, Lernen, Anstrengungen aller Art, usw.), zunehmend innerlich still und ruhig zu bleiben lernt.

 

4. Lerne, die Gedanken zu beaufsichtigen!

 

Es ist notwendig, dass man überwacht, was man denkt. Als Kanal für geistige Kräfte ist man ohnehin aufgefordert zur Selbstüberwachung, da man nicht nur Energien “von oben” aufnimmt, sondern sie auch fast sofort an die Mitwelt abstrahlt.

 

 


 

Nach der Bergpredigt von Jesus (Bibel, Religion)

 

- Wer eines von den Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird im "Himmel" der Kleinste sein. Wer sich aber an die Gebote hält und sie auch andere lehrt, wird als groß angesehen im spirituellen Reich.

 

- Bevor man sich Meditation und Gebet widmet, sollte man einen aktuellen Streit beigelegt haben, sich mit einem Gegner vertragen und jegliche Feindschaft beendet haben.

 

- Vom Ehebrechen: Wer eine verheiratete Frau oder einen Ehemann ansieht und begehrt, hat bereits die Ehe gebrochen.  Ebenso hat ein Ehepartner die Ehe schon gebrochen, wenn er einen anderen in Gedanken begehrt. Schon der Gedanke ist die Tat!

 

- Man soll nicht schwören.

 

- "Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen."

Keine Vergeltung  üben, sondern vergeben. Wer vergibt, dem wird vergeben! Wer nicht vergibt, kann sich selbst auch nicht vergeben und wird keine Vergebung finden können.

 

- "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!"

 

- "Gebt dem, der euch bittet, und wendet euch nicht ab von dem, der etwas von euch borgen will. Gebt still und posaunt eure guten Taten nicht aus. Ihr habt sonst keinen spirituellen Lohn."

 

- "Habt acht auf eure Frömmigkeit (Spiritualität), dass ihr diese nicht ausübt vor Leuten, nur um von ihnen gesehen zu werden. Ihr habt sonst keinen spirituellen Lohn."

 

- Keine irdischen vergänglichen Schätze sammeln, sondern spirituelle. Denn wo der Schatz ist, ist auch das Herz.

 

- Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen; man kann nicht Gott (und der Spiritualität) dienen UND dem Mammon gleichzeitig. Im Vergleich zur Spiritualität kann so manche - ansonsten normale - materielle Ausrichtung sogar so gegensätzlich sein, dass sie die Spiritualität boykottiert und zur Gegenkraft wird.

 

- "Trachtet erst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles zufallen." Sich nicht sorgen um das Leben und die Erfüllung der notwendigen Bedürfnisse.

 

- "Was siehst du den Splitter im Auge deines Nächsten und deinen eigenen Balken nicht?"

Bevor man einen anderen Menschen kritisiert und verurteilt, sollte man zunächst Selbsterkenntnis praktizieren.

 

- "Das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit sie sich nicht umwenden und euch zerreißen."

Das schließt wohl das Missionieren und das eifrige Weitergeben von spirituellem Wissen an falsche oder unreife Menschen mit ein!

 

- "Alles nun, was ihr wollt, dass es euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch."

(Oder: Was ihr nicht wollt, dass man euch tu, das fügt auch keinem anderen zu.)

 

- "Geht hinein durch die enge Pforte.

Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt. Und viele sind es, die auf ihm hineingehen.

Wie eng doch ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden."

 

- "Seht euch vor den falschen Propheten vor. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen."