Die Reinheitsgebote

Auf der Basis der „Goldenen Lehren“, der 10 Gebote (Moses), der Bergpredigt (Jesus), der alten Lehren der Eingeweihten und der neuzeitlichen Weltethik


zusammengefasst und eingeteilt von Manuela Schindler © 

Leseauszug aus dem Buch KANAL-SEIN für GOTT in uns


Einleitung

 

Seit Alters her ist bekannt, dass man auf dem spirituellen Weg gewisse Regeln einhalten muss, um ihn unbeschadet und erfüllend gehen zu können. Diese Regeln werden "Reinheitsgebote" genannt und haben die Aufgabe den Menschen zu schützen, auszurichten und für bestimmte spirituelle Aufgaben vorzubereiten (sofern dieses zu seinem "Dharma" gehört).
In der heutigen Zeit werden diese Erfordernisse oft heruntergespielt mit dem Hinweis "das sei heute anders, nicht mehr nötig". Die Argumente, warum es heute anders sei, sind sehr vielfältig und gründen sich auf die Annahme einer bereits stattfindenden globalen Schwingungserhöhung oder auf den modernen Zeitgeist, der das alte Wissen schlichtweg überwachsen hätte. Das ist ein fataler Trugschluss, der auf tiefe Unwissenheit derjenigen hinweist, die so etwas behaupten. Das traurige Ergebnis daraus ist, dass viel zu viele spirituell Strebende teilweise ernsthaften Schaden nehmen (Fallbeispiele sind mir hinreichend bekannt!) und nicht wissen, warum genau es für sie so schlecht steht.
Tatsache ist nämlich, dass bei zunehmender Machtübernahme des Menschen über seine Werkzeuge Körper und Psyche eine Kraft freigesetzt wird, die sich mit zunehmender Stärke direkt auf die Außenwelt überträgt und sichtbare Ergebnisse oder Erlebnisse hervorbringt. So kann bei einem sehr verantwortungsvollen Menschen, der sich freiwillig und aus Überzeugung strikt an die Reinheitsgebote hält, ein sehr erfolgreiches und kraftvolles Leben hervortreten mit positiver Reaktion der Mitwelt (das schließt die gesamte Natur und Naturgesetze mit ein und betrifft nicht nur die mitmenschlichen Reaktionen). Bei einem Menschen jedoch, der - angetrieben durch falschen Ehrgeiz - eine höhere spirituelle Intensität anstrebt unter Auslassung der   elementarsten Reinheitsgebote kann das Leben sehr unglücklich verlaufen. Denn wenn er dann die Übertragung seiner Ausstrahlungen auf die Außenwelt erlebt, fällt er tief. Die so entstehende Übermacht der Gegenkraft ist durchaus in der Lage, einen Menschen ernsthaft an Körper und Geist zu schädigen. Die Folgen daraus können dramatisch sein. Dieses bitte ich unbedingt zu bedenken.
Die Bezeichnung "Reinheit" hat natürlich schon einen Fallstrick in sich und kann sehr missverständliche Assoziationen hervorrufen. So suggeriert er möglicherweise, dass die teilweise Nichteinhaltung dieser Regeln diesen betreffenden Menschen automatisch als unrein, im Sinne von dreckig, besudelt, minderwertig, bezeichnen. Als Beispiel das Thema Sexualität: hier gibt es sehr viele Missverständnisse. Ein Mensch, der sich für ein Familienleben mit geregelter Sexualität entschieden hat, dient auf eine ebenso wichtige und absolut gleichwertige Art der Schöpfung wie der Geistmensch, der seine Sexualität transformiert hat. Deshalb ist der Familienmensch nicht unrein oder gar dreckig, und (eine normale) Sexualität generell sowieso nicht. Aber wenn der Familienmensch nach hoher spiritueller Intensität strebt, könnte dieses ein großes Problem werden, denn dann steht er irgendwann vor einschneidenden Entscheidungen, wenn er sich und die Mitwelt nicht unnötigen Risiken aussetzen will. Familienvereinbarungen (z.B. Ehe mit den ihnen innewohnenden "ehelichen Pflichten") sind aber wiederum nicht einfach so zu lösen! Wo also gehört man wirklich hin? Was ist sein wirkliches Dharma? Oder ein anderes Beispiel: die Reinheitsgebote des praktizierenden Chirurgen bedeuten nicht, dass ein anderer Mensch (der kein Chirurg ist, und somit diese für jedermann verständlichen und logischen Gebote nicht einhalten muss) deshalb unrein ist!
Um ein Hilfsmittel zur besseren Unterscheidung der verschiedenen spirituellen Intensitätsstufen und den darin zu bemeisternden Arbeitsschritten anbieten zu können, wurde nachfolgende Aufteilung erarbeitet. Natürlich sind die genannten Intensitätsstufen nicht ganz so statisch zu verstehen, wie hier angezeigt. Jedoch sollte man immer darauf achten, wo man seinen Schwerpunkt wirklich hat und entlarven, wo man aus falschem Ehrgeiz heraus ein echtes Risiko eingeht.



Hinweise zur Arbeit mit der nachfolgenden Einteilung


Die nachfolgend genannten Intensitätsstufen haben nichts mit Wert oder Unwert oder irgendeiner hierarchischen Beurteilung zu tun, sondern allein mit der Erfassung der Anforderungen, denen man sich stellen muss, wenn man bestimmte Intensitäten im Leben annehmen will und darf.
Jede Intensitätsstufe für sich allein stellt einen Weg zu Gott dar, wenn sie gewissenhaft gelebt wird.
Wer jedoch z.B. die Intensitätsstufe 4 anstrebt, muss sich schrittweise durch alle vorangegangenen  Intensitätsstufen durcharbeiten. Wichtig ist dabei, Schritt für Schritt vorzugehen und jede Stufe umfassend integriert zu haben. Die gründliche, schrittweise Bearbeitung der Erfordernisse dienen einem gesunden und erfüllenden spirituellen Werdegang, der auch unserem unsterblichen höheren Bewusstsein Erfolg und Sinnhaftigkeit des gelebten Lebens garantiert.
Risiken: Leider ist es inzwischen so, dass sehr ehrgeizige spirituell Strebende glauben, dass die Intensitätsstufe 4 etwas Besseres sei als Intensitätsstufe 1. Sie verbinden damit Rang, Ansehen und einen Wert, der absolut illusorisch ist, da vor Gott alle Menschenseelen gleich sind. So eine Haltung weist aber sowieso eher auf eine rein weltliche Ausrichtung hin! Es liegt eine große Gefahr in dieser Wertigkeiten-Haltung, denn wenn ein Mensch nach einer Intensitätsstufe strebt, die gar nicht sein richtiger Erfüllungsweg ist, kann er am Ende seines Lebens feststellen müssen, dass er es möglicherweise vergeudet und sein "Dharma" nicht erfüllt hat! Falscher Ehrgeiz kann sogar schon im aktuellen Leben zu einem tiefen Fall führen, nämlich dann, wenn der Hüter der Schwelle auftaucht (Intensität 3) und alle Integrationsschritte der vorangegangenen Intensitätsstufen auf real geleistete Bemeisterung durchprüft. Wenn dann z.B. ein wichtiges Reinheitsgebot vergessen oder nur mangelhaft integriert wurde, kann man u.a. durch Unfälle körperlicher und geistiger Art, Krankheiten, staatliche Vollstreckungsorgane,  Mitmenschen oder Presse, oder sogar den Gegenkräften selbst, ernsthaft ausgeschaltet werden.
 
Wichtig ist also im Umgang mit den einzelnen nachfolgend aufgezählten Intensitäten:


1. gründliche schrittweise Umsetzung;


2. jegliche Wertigkeit herauszunehmen, da sonst fatale Irrtümer möglich sind durch entsprechend ehrgeizige, falsche oder vorzeitige Vorgehensweisen;


3.  erst dann die nächste Intensitätsstufe anzupeilen, wenn man sich ganz sicher ist,  dass das zur Bestimmung gehört und alle anderen Erfordernisse der vorhergehenden Intensitätsstufen gemeistert und integriert wurden.


Wer das beherzigt ist nicht nur vor etlichen Risiken des spirituellen Weges geschützt, sondern verhält sich generell verantwortungsvoll der Welt und der Menschheit gegenüber, und zeigt somit wahre Aspiration.



Intensität 1


Der spirituell interessierte
- Alltagsmensch, - Menschheitsführer, - Chef oder Abteilungsleiter, - Pädagoge, Sozialarbeiter, - Lichtarbeiter, medial Begabte, u.ä.


Ausgangspunkt: Bewusstsein und äußerer Lebensausdruck sind teilweise ungeläutert, Interesse am eigenen Glück, Macht und Ansehen sind absolut vorrangig (manchmal unbewusst). Spaß, Schwärmerei und Selbsterhöhung wechseln sich ab mit "Null-Selbstwertgefühl" und depressiven Krisen. Ungenaue Selbstwahrnehmung. Antrieb: Neugier, Reiz, geistiger (Macht)Hunger und Ehrgeiz, aber auch Liebe zur Schöpfung, Suche nach Gott.


Spiritueller Ausdruck: Esoterische Messen, Kongresse und Großveranstaltungen, Massengurus, religiöse Großveranstaltungen (Kirchenbesuch, Pilgern usw.). Allgemeine esoterische Literatur. Glaube, Hoffnung und Sehnsucht, Gebete.


Anwärter auf Intensität 2: Teilnahme an Studienkreisen, Ausbildungen und Weiterbildung, Meditations- und Austauschgruppen, Mitarbeit in Netzwerken und ehrenamtlichen Einrichtungen.


Ziel: Läuterung des Lebensfeldes, Erschaffen einer tragfähigen Lebensbasis, Erhöhung der  Verantwortungs- und Leistungsfähigkeit zum Wohle anderer.


Gegenkraft: Widerstände, Boykott, Verführungen, Versuchungen, (gesellschaftliche) Rebellion oder übermäßige Anpassung, Trägheit, Zorn, Schwäche, Unmäßigkeit, Projektion. Selbsterhöhung, Ehrgeiz, Dünkel und Verurteilung.

Die Reinheitsgebote dieser Stufe sind:


Den Körper und das Haus reinhalten
       - Achten auf die Ernährung und die regelmäßige körperliche Hygiene
       - Verzicht auf Drogen, maßvoller Umgang mit Alkohol
       - Sexuelle Gewohnheiten auf ethische und spirituelle Werte hin überprüfen und
         sich danach richten
       - Sauberkeit im Haus, in der Wäsche, in allen Schränken bis in den
         Keller und Dachboden


Ordnung im Leben
       - Sauberkeit, Struktur und Ordnung im Einhalten der Vereinbarungen und in der
         Erfüllung seiner alltäglichen Pflichten
       - Regelmäßigkeit im Tagesablauf
       - Ballast abwerfen - äußeres Gleichgewicht herstellen (Schulden abzahlen,
         Vergebung, Loslassen)
       - Die 10 Gebote einhalten: Nicht stehlen, nicht lügen, nicht betrügen, nichts neiden
         oder begehren, was zu anderen Menschen gehört, nicht übel nachreden (lästern,
         kritisieren bei gleichzeitiger Abwesenheit desjenigen, um den es geht). Nicht töten,
         nicht ehebrechen usw.
       - Einhalten der Gesetze des jeweiligen Landes (Weltethik)
      - Lehrsatz der Bibel: tue niemandem das an, was man nicht auch dir tun darf


Energieausrichtung
       - Tätig sein
       - "Fürchte dich nicht"
       - Verantwortung übernehmen
       - Gewissenhaftigkeit, Gründlichkeit
       - Vertrauenswürdigkeit
       - Selbstbeherrschung.



Intensität 2


Der spirituelle Student, der Heilpraktiker, der spirituelle Lebensberater ohne innere Einweihung, praktizierende Medien, Channel u.ä. - der Anwärter für Intensität 3.


Ausgangspunkt: Alle Aufgaben der Intensität 1 sind soweit bemeistert und integraler Bestandteil des Lebens. Eigenes Glück, Entwicklung zur eigenen spirituellen Erhöhung, Ehrgeiz, Macht und Ansehen sind immer noch sehr wichtig. Gelegentlich auftauchender Altruismus gipfelt schnell und wiederholt im Helfersyndrom. Läuterung der wesenseigenen Substanz wird nötig und führt zu freiwilliger Opferung von schlechten Angewohnheiten und Fehlreaktionen. Zeit der Widerstände und inneren Zerrissenheit, weil alte Gewohnheiten und Einstellungen mit neu gewonnenen Erkenntnissen kollidieren. Das Ego erfährt zunehmend Demütigung durch die Welt zwecks Neuausrichtung und Neugestaltung. Schwanken zwischen den Extremen. Diese Stufe als Abschnitt auf dem Weg in die nächste Intensität braucht am längsten, kann mehrere Leben umfassen.


Spiritueller Ausdruck: Desillusionierung, Ernüchterung. Beginn des ernsthaften spirituellen Studiums, Spezialisierung auf eine spirituelle Entwicklungsrichtung mit entsprechend vertiefender Literatur. Teilnahme an Studienkreisen, sich ernsthafter Ausbildung widmen.


Ziel: Läuterung der Substanz, Steigerung der Bewusstheit, Wahrnehmung der inneren Wahrheit, gesunde Steigerung der Konzentrations- und inneren Wahrnehmungsfähigkeit. Die Grundmauern des eigenen Lebens werden auf Tragfähigkeit geprüft, alle Ursachen von Irrtümern und Täuschung sollen ermittelt und ausgeschieden werden.


Gegenkraft: Mangelndes Selbstwertgefühl im Wechsel mit Selbstüberschätzung, Resignation, Müdigkeit im Wechsel mit Rastlosigkeit. Weiterhin gelten noch die bei Intensität 1 genannten Anfechtungen: Widerstände, Boykott, Verführungen, Versuchungen, (gesellschaftliche) Rebellion oder übermäßige Anpassung, Trägheit, Zorn, Schwäche, Unmäßigkeit, Projektion. Selbsterhöhung, Ehrgeiz, Dünkel und Verurteilung.

Die zusätzlichen Reinheitsgebote dieser Stufe sind:


Den Körper und das Haus reinhalten
- Vereinfachung der Ernährung, achten auf ethische Werte bei der Ernährung +
   Kosmetik
- Sexuelle Mäßigkeit (unter Berücksichtigung der ethischen Grundlagen)
- oder sexuelle Enthaltsamkeit aus Mangel an Interesse oder Gelegenheit.


Ordnung im Leben
- Kennen lernen, Überwachung und positive Umpolung der inneren Zustände
- Erkennen der eigenen Grenzen, Selbstlügen aufdecken
- Bewusstwerdung der Schwächen und Entwicklung/Stärkung der Stärken
- Inneres Gleichgewicht erarbeiten, Gedanken und Gefühle reinigen
- Karmische Erkenntnisse anwenden zur totalen Verantwortungsübernahme.


 Energieausrichtung
- Zielstrebigkeit (Ehrgeiz wird positiv gelenkt)
- Mäßigkeit
- Gleichgewicht suchen, Ruhe im Ungleichgewicht erarbeiten
- Liebe und Verständnis für andere durch Selbsterkenntnis
- Lernen, alles gern und freiwillig in Freude zu tun
- Dienst am anderen, Gutes tun.


 Spirituelle Richtlinien
- 10 Gebote, Bergpredigt, Goldene Lehren (siehe Buch KANAL-SEIN).



Intensität 3


Der spirituelle Lehrer mit innerer Einweihung, der spirituelle Menschheitsführer oder Reformator, Novizen, Ordensmenschen, Anwärter auf Intensitätsstufe 4.


Ausgangspunkt: Alle Aufgaben der Intensität 1 - 2 sind soweit bemeistert und integraler Bestandteil des Lebens,  ansonsten werden die nachfolgenden Reinheitsgebote falsch verstanden und missbräuchlich gelebt. Dann führen sie zu einem spirituellen Ego und das erschafft Risiken, die separat besprochen werden müssen! Das eigene Glück wird zwar noch gelegentlich ersehnt, ist jedoch nicht mehr vorrangig wichtig. Altruismus, Verantwortungsbereitschaft und Liebe für andere nehmen zu, mischen sich jedoch immer noch mit egoistischem Ausdruck. Die Innenwelt überträgt sich jetzt massiv und direkt auf die Außenwelt. Das führt zu Abstieg in das Unbewusste und wird „dunkle Nacht der Seele“ genannt. Unbewusste Antriebe können nun entlarvt und bemeistert werden. Der Hüter der Schwelle tritt auf den Plan!


Spiritueller Ausdruck: Lehren und Beraten auf spiritueller Ebene mit innerer Ermächtigung! Meditation, Kontemplation, Seelenverschmelzung, Gottesnähe, Einweihung. Vertiefung des Studiums, Bestätigung und Verinnerlichung durch Vergleich eigener Erfahrungen mit den Schriften, Auswahl. Mitarbeit in einer Jüngergruppe an übergeordneten Zielen der geistigen inneren Hierarchie.
Ziel: Bemeisterung des Unbewussten, Ausschaltung aller unerwünschten Energien und Kräfte. Tiefes Erkennen der eigenen Grenzen, um sie später gefahrlos überschreiten zu können.


Gegenkraft: Der Hüter der Schwelle - alle Intensitätsstufen werden geprüft auf Integration. Fehlerhaft oder gar nicht integrierte Gebote können jetzt ernsthafte und sogar lebensgefährliche Schwierigkeiten bereiten. Der Weg wird durch Gegenkraft auch massiv blockiert in dem Maße, wie nachgearbeitet werden muss. Das Innenleben überträgt sich nun unmittelbar und ohne zeitliche Verzögerung nach außen.

Die zusätzlichen Reinheitsgebote dieser Stufe sind:


Die Körper reinhalten
- kein Fleisch essen, starke Vereinfachung der Ernährung
- Gedanken und Gefühle ständig überwachen und klären
- Verzicht auf Alkohol, Tabak, Reizmittel
- Auswahl bei der Aufnahme von Leseinhalten, Fernsehangeboten, Musik.


Ordnung im Leben
- unnötiges Sprechen vermeiden (Smalltalk, Nachrede, Nutzloses)
- Ehrgeiz und Ungeduld ausschalten.


Energieausrichtung
- Mäßigkeit in der Verwendung von Energien
- und bei der Verwirklichung von materiellen Ansprüchen
- Verzicht auf Sexualleben (auch innerlich, astral, nachts), Anhebung dieser  
  Energien für die geistige Entwicklung.


Spirituelle Richtlinien
- Verausgabung - aber auch zuviel oder ungeregelten Schlaf - vermeiden
- Keine Energiearbeit und Meditation bei krankem Körper oder verdunkeltem    
   Bewusstsein
- Stille und Kontemplation, bedachtsames Vorwärtsschreiten
- Widerstand gegen die Gegenkräfte leisten, stärker werden
- Behauptung und Bestätigung der inneren Ethik
-  Intelligente Folgsamkeit, Wachheit.



Intensität 4


Der spirituelle Eingeweihte, Hohepriester(in), spirituelle Meister


Ausgangspunkt: Alle Aufgaben der Intensität 1- 3 sind soweit bemeistert und integraler Bestandteil des Lebens. Die Lebenshaltung ist nun von Gleichmut geprägt, die ruhige und vertrauensvolle Grundhaltung des Bewusstseins wird kaum noch zu stören sein, außer es sind grundlegende Phasen zwecks Vertiefung der bewussten Wahrnehmung und des bisher erlangten Wissens auszuhalten. Diese Erweiterungen werden durch Gewöhnung an diese Prozesse immer harmonischer stattfinden, am Ende sogar begrüßt werden. Die Liebe zu der Mitwelt ist dem eigenen Glück vorangestellt. Das Ego ist dem Höheren Selbst vollständig hingegeben.


Spiritueller Ausdruck: Zurückgezogenheit. Der Eremit. Der Asket. Der eingeweihte geistige Lehrer. Bewusster Mitarbeiter der inneren geistigen Hierarchie. Kommunikation mit Gott.


Ziel: Hingabe an Gott, Verzicht auf das Ego und persönliches Glück.


Gegenkraft: wird unpersönlicher (weiteres ist mir nicht bekannt!)

Die zusätzlichen Reinheitsgebote dieser Stufe sind:
- Loslösung
- Verzicht auf das Ego
- Übergabe des Lebens an das Höhere Selbst und Gott
- Intelligente Folgsamkeit (dem Höheren Selbst)

Spirituelle Richtlinien und energetische Ausrichtung:

"Lass alle Sorgen und Zweifel fahren,
indem du, frei von aller persönlicher Erwartung und Selbstsucht,
alle deine Werke in meinem Namen und
in meiner Kraft tust
und dein ganzes Sinnen und Denken
auf mich, den Höchsten, richtest"

 

 

© hat Manuela Schindler



Die spirituellen Intensitätsstufen


Arbeitsbogen zu dem Text: Die „Reinheitsgebote“ von Manuela Schindler ©

Woran merkt man, dass man die nächste Intensitätsstufe gefahrlos anstreben und mit der Arbeit ihrer Herausforderungen (Gebote) beginnen kann?


1. Wenn man sich den Herausforderungen (Geboten) freiwillig unterwirft.

2. Wenn man an der Verwirklichung der Gebote Freude empfindet.

3. Wenn man die Notwendigkeit und geistigen Hintergründe erkennt und sich gern und bereitwillig diesem Weg anvertraut.

4. Wenn man zusätzlich feststellt, dass man weniger als drei Aufgaben der vorhergehenden Stufe befriedigend zu vollenden hat.

5. An der Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit, mit der man vorgeht, denn sie zeigt eine Geisteshaltung auf von Verantwortlichkeit und Wachheit. So eine Bewusstseinshaltung zeigt Reife, schützt sich selbst und schätzt Langsamkeit.


6. An dem Maß an Vertrauen in die geistige Führung, und Liebe für den geistigen Weg und die Schöpfung.

Was zeigt sicher an, dass man keinesfalls bereit ist für die Arbeit mit den Reinheitsgeboten oder einen Übergang auf die nächste Intensitätsstufe?


1. Das Maß an Widerstand! (Das ist der wichtigste Punkt!) Widerstand bei der Einhaltung der Gebote einer Intensitätsstufe zeigt deutlich an, inwieweit man zunächst noch Aufgaben der vorhergehenden Intensitätsstufe zu bewältigen hat: die erforderliche Kraft oder Aspiration (Wille) fehlt - das Ego ist übermächtig und die vorhergehende Stufe wurde noch nicht gemeistert - die Motive sind nicht spirituell sondern ehrgeizig - man hat sein Dharma nicht berücksichtigt (eheliche Verpflichtungen, familiäre Aufgaben u.ä.). Widerstand zeigt sich sowohl in inneren emotionalen und mentalen Zuständen als auch in äußeren wie: Unfälle, die Dinge laufen nicht, Krankheit; Schwierigkeiten mit der Mitwelt, der Natur, Gegenständen (auch Computer, Autos u.ä.), Gegenkräften generell.


2. Das Maß an Pflichtgefühl, Knechtschaft, Zorn, Zwang und Traurigkeit bei der Einhaltung der Gebote einer jeden Intensitätsstufe zeigen an, inwieweit man die vorhergehende Stufe noch nicht gemeistert hat.


3. Ständige Angst zeigt an, dass man eine Fehlhaltung eingenommen hat. Das bedeutet, sich intensiv der 1. Intensitätsstufe widmen zu müssen um zu schauen, wo man dort etwas übersehen oder nicht ausreichend gemeistert hat. Angst ist ein sicherer Indikator für Angreifbarkeit, Schwäche und mangelnde geistige Immunität. Angst weicht das Fundament auf und weist daher immer auf die Intensität 1 und die damit verbundenen Gebote und Herausforderungen hin. Je regelmäßiger und situationsbezogener die Angst auftritt, desto deutlicher gibt sie so den Hinweis auf die Art der Unterlassungen oder nicht gemeisterten Gebote.


4. Unverständnis und Ablehnung der Gebote gegenüber, mangelnde Einsicht in den geistigen Sinn dahinter, und sogar Ekel und Übelkeit vor oder bei der Erledigung der Gebote einer jeweiligen Intensitätsstufe weisen darauf hin, dass man dringend zum Ausgangspunkt (Wesenskern und Ego) zurückkehren muss und dann schaut, wer man wirklich ist und was man eigentlich wirklich will. (Motive des geistigen Strebens sind dringend zu hinterfragen!)


Manuela Schindler