Veränderungen und Ergebnisse

Von Manuela Schindler (C)

 

Das Jahr 2019 war das wohl aufregendste und arbeitsreichste Jahr, was wir jemals erleben durften seit Gründung von Phoenix!

Es gäbe so viel darüber zu schreiben, dass man ein ganzes Buch daraus machen könnte! Daher wird es für mich nicht ganz so leicht sein, alles auf den Punkt gebracht in einem Rundbrief unterzubringen.

 

Viele Jahre arbeiteten wir intensiv auf einen Wechsel in unserer Arbeit hin, was nicht so leicht war, wie gedacht. Viele Pläne wurden gemacht, Befugnisse hin- und hergeschoben, Aufgaben verteilt und wieder zurückgenommen, sodass wir langsam nicht mehr wussten, wohin der Wechsel überhaupt führen sollte. Allerdings bekam ich über mehrere Monate schon im Jahr 2018 ernstzunehmende Hinweise über Träume und bei inneren Gesprächen, dass ein wirklich großer Wandel ins Haus stünde und ich bzw. wir in unserem Bemühen unbedingt nicht nachlassen sollten.

 

Wer viele Jahre lang hart gearbeitet und kaum nennenswerte Resonanz damit erzeugt hat (außer extrem hoher Leserzahlen der Homepage) versteht, dass diese Aufforderung sehr viel Vertrauen und Aspiration unsererseits erforderte. Denn tatsächlich blickten wir ständig in das hämische Gesicht der Gegenkraft, die nur die Botschaft für uns hatte, dass alles nichts bringen würde und unsere Mühen vergeblich seien! Da insbesondere ich aufgrund meiner wechselvollen spirituellen Geschichte einen festen Standpunkt einnehmen konnte, gestützt durch den Rückhalt unserer Geistführung und der liebevollen Gegenwart Gottes, hatte trotzdem alles Halt und Ziel.

 

Ich glaubte an das, was ich tat. Das gab ich weiter, motivierte und ermutigte, wo es nur ging, und so konnten alle durchhalten. Bis dann endlich die Änderung der äußeren Umstände kam und den so lang geplanten Wandel einläutete! Der entscheidende Schritt dazu wurde vor beinahe genau einem Jahr gegangen, als wir uns entschieden, Wedel zu verlassen und ein größeres Haus zu beziehen. Es lag nahe, das sehr große Anwesen von Martina Struckhoff zu wählen, da sich dort gerade wegen Bewohnerwechsels eine große Chance bot. Wir gingen sogar so weit, nicht nur den Umzug von Phoenix und des Zentrums einzuleiten, sondern auch die Gründung eines Beginenhofes unter der Leitung von Martina Struckhoff zu initiieren, in welchem mehrere Zimmer für die Trägergemeinschaft und Gäste zur Verfügung gestellt werden konnten. Zwar liegt das Zentrum jetzt nicht mehr so zentral wie es in Wedel (bei Hamburg) der Fall war, dafür ist die ländliche Umgebung aber wohltuend und reinigend.

 

Nach all dem grausigen Bau- und Nachbarschaftslärm, welcher die letzten 14 Jahre meiner Arbeit erheblich beeinträchtigt hatte, eine Wohltat.

Tatsächlich waren die ersten Monate in Nordhastedt aber auch von Baulärm und Unruhe geprägt, denn vom Dach bis zu Abwasserrohren musste viel Grundsanierung geleistet werden, zusätzlich zur Neugestaltung des großen Gartenparks durch Uta-Maria Freckmann und der Innengestaltung. Nun aber haben wir einen Punkt erreicht, der uns aufatmen lässt und eine hochinteressante Zukunft mit vielen Möglichkeiten verheißt.

 

(Auf www.beginenhof-nordhastedt.eu in der Rubrik „Aufbau Beginenhof“ findet man eine umfangreiche Chronik mit vielen Bildern. Auch auf Facebook wurde eine neue Seite eingerichtet für den Beginenhof, die noch etwas ausführlicher berichtet. Wer sich informieren möchte, was Beginen genau sind und wie ihre uralte Geschichte verlaufen ist, kann sich sehr umfassend auf der Homepage vom Beginen-Netzwerk informieren.)

 

 

Der Beginenhof jedenfalls steht, der Gartenpark sieht schon Dank des Einsatzes von Uta-Maria Freckmann vielversprechend aus, und das Phoenix-Netzwerk hat einen wunderschönen Gruppenraum mit angeschlossenem Zentrum. Wir werden auch die letzten Unstimmigkeiten noch regeln, denn die neue Zeit erwartet von den Trägerschwestern ein erhebliches Mehr an Verantwortungsübernahme und Eigeninitiative!

 

Da ich mich schwerpunktmäßig auf die spirituell angeleitete Arbeit zu konzentrieren habe, gebe ich die äußeren Aufbauarbeiten nun endgültig ab und hoffe, dass mein Einsatz die Früchte bringen wird, die wir uns gemeinsam erhoffen. Das liegt nun jedoch nicht mehr in meinen Händen, sondern vor allem bei Martina Struckhoff, Uta-Maria Freckmann und Heidemarie Meidlein.

 

 

 

Glockengeläut

 

Zum Abschluss möchte ich noch folgende, für mich sehr bedeutungsvolle Begebenheit schildern:

Als ich am Tag des Umzugs den Vorderhof des Hauses in Nordhastedt betrat, begannen die Kirchenglocken ein lang andauerndes Festtagsgeläut. Ich war überwältigt, auch von der Lautstärke, aber vor allem vom Empfang an sich.

Wir konnten jedenfalls so lange nicht miteinander sprechen, bis die Glocken schwiegen. Es war wunderbar! Die Kirche steht direkt neben dem Haus, nur getrennt durch eine kleine Straße. Der Glockenturm steht vor den Fenstern meiner Privaträume, was für mich ein Geschenk ist. Geläute habe ich schon immer geliebt und betrachte es deshalb sowohl als Segen als auch passend zu einem Beginenhof, der klosterähnliche Strukturen aufweist.

Diese Glocken begleiteten mich einige Wochen und halfen mir, mich einzuleben. Sie gaben mir Kraft und Halt und erinnerten mich an den spirituellen Auftrag meines Lebens und an die Zunahme von Bedeutung, die jetzt kommen sollte. Wenn Angst hochkam, läuteten sie, oder wenn ich in Zweifel geriet. Es war eine Freude, mein Leben mit ihnen einzurichten und durch sie immer wieder ausgerichtet zu werden. Eines Tages blieb das Läuten aus, es war ca. im Juni 2019.

Erschrocken fragte ich, was los sei und erhielt die Antwort, dass wichtige Reparaturen des Glockenturms anstünden und die sehr teuer seien. Deshalb war nicht klar, wann sie wieder läuten würden.

Meine Geistführung ließ mich wissen, dass sie dann wieder rechtzeitig läuten würden, wenn alles fertig sei im Sinne des spirituellen Planes. In der Nacht vor einem wichtigen Treffen der Trägergemeinschaft im Oktober 2019 träumte ich dann vom Glockengeläute! Durch diesen Traum, den ich natürlich bei unserem Treffen schilderte, ging es wohl vor allem um ein geistiges Zeichen, dass wir mit unserem Tun auf dem richtigen Weg seien.

Als die Bauarbeiter ihre Gerüste aufrichteten und lautes Hämmern, Bohren und andere sehr laute Baugeräusche einsetzten, war ich froh! Noch niemals zuvor hatte ich mich so über Baulärm gefreut! Als dann Anfang Dezember die Glocken erstmalig wieder läuteten, war ich zutiefst erleichtert. Nun werden sie hoffentlich unseren Alltag im Haus regelmäßig begleiten und uns damit erfreuen.

 

Planungen für die Zukunft

 

Planungen haben wir momentan keine. Natürlich sollte der schöne Gruppenraum bald einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Überhaupt soll das Zentrum leben und seine Arbeit verrichten. Doch konkrete Ideen liegen noch nicht vor.

Der einzige uns bisher bekannte Plan, den wir 2020 umsetzen wollen, ist der neue mehrseitige Mitgliederrundbrief, der vierteljährlich erscheinen soll. Ein Konzept, welche Inhalte wir dort zeigen wollen, und ob auch Artikel dort hineingehören, wird noch erarbeitet werden müssen.

Für uns bedeutet der Wechsel in ein neues Jahr und Jahrzehnt gleichzeitig auch ein Wechsel in eine ganz neue Lebensform, in der wir unsere Spiritualität und Aspiration ganz neu ausleben dürfen. Wir freuen uns sehr und sind sehr gespannt, was die Zukunft uns bringen wird.

 

Manuela Schindler

9.1.2020

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