Wenn es um Gott geht....


wird es manchmal komisch mit dieser Welt. Es macht Angst zu sehen und vor allem zu erleben, wie viele Menschen den Namen Gottes dazu gebrauchen, um übereinander herzufallen und sich gegenseitig mundtot zu machen bemühen. Eine Fülle solcher Erfahrungen durfte ich machen, als ich im Internet und in den Social-Medias unterwegs war, um Gleichgesinnte zu finden. Gleichgesinnte, die Freundschaft und Frieden suchten im gemeinsamen Wissen darum, dass Gott lebt und dass er viel größer ist als alles, was es auf dieser Welt gibt.

 

Dazu gehören für mich

- Menschen, die jede Religion achten als Teilaspekt eines größeren Zusammenhangs und vor allem Respekt haben voreinander, und vor allem vor GOTT selbst;

- Menschen, die aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit Gott bescheiden und demütig geworden sind, da sie seine Größe erfahren durften und so ihre eigene Kleinheit erkennen mussten;

- Menschen, die wissen, dass Gott im eigenen Inneren lebt, wenn man ihn nur einlässt, und ihn und sein Wirken dann auch im Außen erleben dürfen.

 

Ein Traum?

Erschreckend waren jedoch die Erlebnisse in der Realität, denn es scheinen gerade die aggressivsten Menschen Gott so gut zu kennen, dass sie andere Meinungen nicht im Ansatz stehen lassen können. Das kennt man? Ja, von den Religionen, wie sie früher aufgetreten sind. Heute, wo die Inquisition kaum noch Einfluss hat, erledigen es die Anhänger selbst. Im Namen Gottes, den sie gut einschätzen können und dessen Willen sie alleine genauestens kennen. Es gibt Gruppen in den Social-Medias, die sich als friedlich und Brücken bauend aufgestellt haben, in denen man aber gleich, wenn man sie betritt, unterzeichnen muss, dass man die Hinweise zu den Paragraphen 186 StGB (üble Nachrede) und 187 StGB (Verleumdung) gelesen hat und sie akzeptiert. Geht man dann in die Gruppen, erlebt man genau das. Hat man eine liberale Meinung, sollte man sie keinesfalls posten, denn dann ergeht es einem schlecht. In solchen Fällen helfen nur noch ein stiller Rückzug und ein sofortiges Löschen der Gruppenmitgliedschaft. Denn man sucht ja gerade sowas nicht, wenn man echte Gottesfreunde sucht!

Weitere Details möchte ich nicht nennen, denn es reicht wenn ich noch schreibe, dass sogar Organisationen gegründet wurden, die von einem „neuen Gott“ künden! Liest man aber die Texte, ist viel Esoterik eingewoben als neue Glaubensmatrix, obwohl es sich in Wahrheit um uraltes esoterisches Wissen handelt, welches heute beinahe jeder Esoteriker kennt. (Denn so esoterisch ist die Esoterik heute nicht mehr!) Es ist beängstigend. So beängstigend, dass man als Gottesfreund einen Rückzieher machen möchte und sich Gedanken macht darüber, wie man in Zukunft auftreten sollte und vor allem will. Darüber muss ich mir ernsthaft Gedanken machen, denn Phoenix-Netzwerk will all das nicht! Weder eine Organisation sein, die allein weiß wer Gott ist und was er will, noch einen herausragenden Platz auf der Weltbühne einnehmen möchte im Gerangel darum, wer nun „richtiger“ ist und den heißesten Draht zu Gott hat.

Glücklicherweise habe ich aber auch sehr freundliche Menschen gefunden, die in aller Stille ihre Gottesliebe leben und nur sehr schwer aus ihren Verstecken hervorzulocken sind. Hat man sie dann vor sich, spürt man Liebe, Freude und tiefe Bewegung, denn man entdeckt, dass man ein wichtiges Gut gemeinsam hat: GOTT als Lebensmittelpunkt. So, wie man ihn erlebt hat und nicht so, wie andere laut herumbrüllend und aggressiv einfordern. Das tut gut und gibt Mut, weiterzusuchen, wie man seinen Weg vertreten sollte, sei es im Phoenix-Netzwerk oder ganz allein.

Sowieso ist klar geworden, dass wir bei Phoenix unseren Platz erst noch definieren und dann konsequent einnehmen müssen, denn ganz sicher gibt es extrem viele Seiten, die von Gott künden, Bibelsprüche als Spruchkarten weitergeben, und mehr. Vor allem bei Instagram kann man unglaubliche viele Seiten abonnieren, in denen bereits alles getan wird. Wenn man sich jetzt nicht völlig überflüssig fühlen will, muss man neu überlegen, wer wir sind und was wir wollen, was unsere Besonderheit ausmacht und wie wir sie vertreten.
Da liegt doch noch eine Menge Arbeit vor mir, denn dass die Esoterik mitgenommen werden soll auf unserem Weg, ist nach wie vor wichtig.

Ich werde jetzt intensiv forschen müssen, welche meiner vielen Impressionen und Intuitionen wegweisend sein werden, damit Phoenix-Netzwerk sich endlich im Tun und in der Aufgabenerfüllung sicher fühlen kann.

 

Manuela Schindler - März 2018

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